Die Beschwerde des im Aargau wohnhaften Kosovaren A. am Bundesgericht gegen den Entscheid des Amtes für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) ist am 2. Februar abgewiesen worden: A. muss die Schweiz verlassen und ausserdem die Gerichtskosten in Höhe von 2000 Franken bezahlen.

Mehrere Verwarnungen

Das MIKA hatte im November 2014 beschlossen, die Niederlassungsbewilligung von A. zu widerrufen. Dies, nachdem der Kosovare zahlreiche Male straffällig geworden war, zweimal fremdenpolizeilich verwarnt und ihm die Ausweisung angedroht worden war.

Gegen diesen Entschluss hatte A. Rechtsmittel ergriffen, die mit Urteil des Verwaltungsgerichts des Kanton Aargau im April 2016 abgelehnt wurden. Gegen diese Verurteilung hatte A. im Mai 2016 Beschwerde beim Bundesgericht Lausanne eingereicht.

Er verlangte, auf den Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung zu verzichten und stattdessen eine erneute Verwarnung auszusprechen. Dies wurde ihm nun verwehrt.

Intensive Straffälligkeit und hohe Schuldenberge

A. wurde seit 1996 33 Mal verurteilt, unter anderem wegen Strassenverkehrsdelikten, Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Umlaufsetzens mit Falschgeld und Hausfriedensbruch.

Insgesamt wurde der Aargauer zu Freiheitsstrafen von 28 Monaten, zu Geldstrafen von 430 Tagessätzen sowie zu Bussen in Höhe von 5510 Franken verurteilt. A. hatte beispielsweise während rund fünf Monaten eine beträchtliche Menge Heroin verkauft (zwischen 700 und 750 Gramm Heroingemisch).

Aufgrund dessen wurde er vom Bezirksgericht Horgen zu einer Gefängnisstrafe von 16 Monaten verurteilt. Das Gerichtsschreiben hält ausserdem fest, dass A. systematisch Steuern, Krankenkassenrechnungen, Strassenverkehrsabgaben, Bussen und Gerichtsgebühren nicht zu zahlen scheint.

Bis im Jahr 2014 hat A. 76 Betreibungen über total 370'000 Franken sowie 100 offene Verlustscheine über insgesamt 460'000 Franken angesammelt.

Gleichgültigkeit gegenüber der Rechtsordnung

Das Gericht vermerkt, dass die Vielzahl der vom Beschwerdeführer verwirkten Strafurteile und die beträchtliche Höhe der gegen ihn ausgesprochenen Strafen auf eine ausgeprägte Geringschätzung und Gleichgültigkeit gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung deute.

Bei dieser Sachlage sei der weitere Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz nicht mehr zu vereinbaren und der Widerruf der Niederlassungsbewiligung zu Recht erfolgt, schlussfolgert das Gericht.