Bei einer Anschlagserie auf Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka sind am Ostersonntag mindestens 290 Menschen getötet, darunter 35 Ausländer. Über 500 weitere Menschen wurden verletzt. Die Regierung macht eine einheimische radikal-islamische Gruppe für das Blutbad verantwortlich.

Ein Ehepaar aus Bern sollen zu den Todesopfern gehören. Das berichten mehrere Schweizer Online-Medien. 

Laut "20 Minuten" führten der Mann und die Frau, die beide sri-lankische Wurzeln haben, in Bern einen Kiosk, und das seit über zehn Jahren.

Im Berner Quartier hat sich die Hiobsbotschaft schon zuvor herumgesprochen. Der Kiosk im Quartier Lorraine sei ein wichtiger Treffpunkt, wie ein Anwohner erzählt. "Es tut weh", sagt er. Die Nachricht habe ihn hart getroffen. "Er war ein sehr lieber Mann. Er hat bei jedem Fest im Quartier geholfen. Er war ein sehr guter Mensch." Er habe sich sehr auf die Ferien gefreut.

Das Aussendepartement EDA hat den Tod des Ehepaars mittlerweile bestätigt. Die Schweizer Botschaft in Colombo unterstützt die schweizerisch-srilankische Familie. Es hat ausserdem am Montagabend mitgeteilt, dass zwei Schweizer Staatsangehörige bei den Anschlägen getötet worden sind. Eines der Schweizer Opfer besass demnach eine zweite Staatsangehörigkeit. Ein drittes Familienmitglied, das über zwei ausländische Nationalitäten verfügte, starb ebenfalls. Das EDA sei mit den Angehörigen in Kontakt und unterstütze sie im Rahmen des konsularischen Schutzes, teilte das Aussendepartement weiter mit.

(chm/sda)