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Eigenheim, Glück allein – Nachfrage nach Schweizer Einfamilienhäusern bleibt ungebrochen

In annähernd allen Gebieten der Schweiz wurde eine markante Zunahme der angebotenen Einfamilienhäuser registriert. Am gefragtesten waren dabei Häuser mit einem Verkaufspreis bis zu 1,5 Millionen Franken.

In annähernd allen Gebieten der Schweiz wurde eine markante Zunahme der angebotenen Einfamilienhäuser registriert. Am gefragtesten waren dabei Häuser mit einem Verkaufspreis bis zu 1,5 Millionen Franken.

Das Einfamilienhaus scheint bei den Schweizern begehrter denn je zu sein. Zwar wurden im vergangenen Jahr erneut mehr Einfamilienhäuser zum Kauf angeboten, diese fanden aber auch rascher einen Käufer. Am begehrtesten waren vor allem Häuser in der Region Zürich.

In der Berichtsperiode wurden in der gesamten Schweiz rund 34'000 Einfamilienhäuser auf Internetportalen zum Kauf offeriert. Das Angebot ist damit gegenüber dem Vorjahr um fast 10 Prozent gestiegen, wie der am Donnerstag von Homegate veröffentlichten «Online Home Market Analysis» (OHMA) zu entnehmen ist. In dieser hat das Immobilienportal in Zusammenarbeit mit dem Immobilieninstitut der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) die auf Schweizer Onlinemarktplätzen ausgeschriebenen Einfamilienhäuser untersucht.

In annähernd allen Gebieten der Schweiz wurde eine markante Zunahme der angebotenen Einfamilienhäuser registriert. Lediglich in der Region Genf war die Zahl erneut deutlich rückläufig. Am gefragtesten waren dabei Häuser mit einem Verkaufspreis bis zu 1,5 Millionen Franken.

Im Tessin warten Häuser am längsten auf Käufer

Wer im vergangenen Jahr allerdings ein Eigenheim erwerben wollte, der musste sich sputen. Denn die durchschnittliche Ausschreibungs- beziehungsweise Insertionszeit ist trotz des höheren Angebots um neun auf 81 Tage zurückgegangen.

Am schnellsten wurden mit 48 Insertionstagen Häuser in der Region Zürich verkauft. Als einzige Region zeigte die Ostschweiz eine Zunahme der Insertionszeit um drei auf 67 Tage. Platz zwei erreichte mit 64 Insertionstagen die Nordwestschweiz.

Am anderen Ende der Skala lag das Tessin, allerdings mit einer deutlich verkürzten Ausschreibungszeit von 92 Tagen im Vergleich zu 123 im Vorjahr.

Als einzige Region zeigte die Ostschweiz eine Zunahme der Insertionszeit um drei auf 67 Tage. Damit liege dieser Wert weiterhin deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 81 Tagen, hielt Homegate fest.

Trend beleibt ungebrochen

«Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern scheint nicht zu bremsen», sagte Peter Ilg von der HWZ vor den Medien. Dies trotz einer merklich gestiegenen Wohneigentumsquote (auf knapp 40%), der 2014 eingeführten deutlichen Verschärfung der Regulierungen zur Hypothekarfinanzierung sowie rekordhohen Eigenheimpreisen.

Im Gegensatz dazu hat sich die Nachfrage nach Eigentumswohnungen abgeschwächt. Zwar nahm das Angebot in der Berichtsperiode um 3 Prozent auf 67'643 Wohnungen zu. Gleichzeitig stieg die Insertionsdauer um 11 auf 103 Tage.

Für den Nachfrageboom bei den Einfamilienhäusern machte Ilg drei Ursachen aus: Erstens fiel 2018 das gesamtwirtschaftliche reale Wachstum mit 2,5 Prozent so hoch aus wie seit acht Jahren nicht mehr. «Zweitens haben sich die Befürchtungen, dass die Zeit der Negativzinsen bald zu Ende geht, verflüchtigt und drittens ist Sparen aufgrund der tiefen Zinsen nach wie vor uninteressant», sagte Ilg.

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