Schweiz

Einführung von Bodycams für SBB-Transportpolizei rückt näher

Schon 2017 war die Transportpolizei kurzzeitig mit kleinen Kameras ausgestattet.

Schon 2017 war die Transportpolizei kurzzeitig mit kleinen Kameras ausgestattet.

Die Transportpolizei sorgt in Schweizer Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln für Sicherheit und Ordnung. Nun planen die SBB, die Beamten mit Bodycams auszurüsten. Zum Stolperstein könnte der Datenschutz werden.

(rwa) Bodycams sind kleine Kameras, die direkt an der Uniform des Polizisten angebracht sind. Sie sollen zum Einsatz kommen, wenn Personen im öffentlichen Raum angehalten oder kontrolliert werden. Bald schon könnten auch die Transportpolizisten der SBB darauf zurückgreifen.

«Die Transportpolizei ist stark daran interessiert, Bodycams einzuführen», erklärte SBB-Sprecher Martin Meier am Sonntag auf Anfrage von CH Media. Er bestätigte Informationen der «NZZ am Sonntag». Die Sicherheitskräfte der Bahn hatten bereits 2017 an einem Test der Stadtpolizei Zürich teilgenommen.

Das Gerät habe sich bewährt, besonders bezüglich Schutzwirkung für die Polizisten sowie als Mittel zur Beweissicherung, so Meier. Derzeit nehmen die SBB weitere Abklärungen punkto Datenschutz vor. Gemäss Meier wird die Transportpolizei danach definitiv über die Einführung von Bodycams befinden. Wann der Entscheid fällt, lasse sich nicht abschätzen.

Nicht alle sind überzeugt

Die kleinen Kameras sind nicht unumstritten. In der Vergangenheit kritisch äusserste sich etwa der Verband Schweizerischer Polizeibeamter. Es sei nicht erwiesen, dass Bodycams tatsächlich zu weniger Gewalt gegen Polizeibeamten führe, argumentierte er. Grund für die Skepsis ist auch eine Studie der Universität Cambridge. Demnach werden Beamte mit Bodycams 15 Prozent häufiger angegriffen als jene ohne.

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