Wohlen

Einwohnerrat genehmigt fast halbe Million für neues Urnenfeld

Urnen-Notstand wird behoben

Urnen-Notstand wird behoben

Immer weniger Verstorbene werden in traditioneller Erdbestattung beigesetzt. Dafür steigt das Bedürfnis nach Urnenplätzen und Gemeinschaftsgräbern. Diese Entwicklung macht beträchtliche Investitionen auf dem Wohler Friedhof nötig.

Fabian Hägler

Dass ein neues Urnenfeld und ein weiteres Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Wohlen nötig sind, war im Einwohnerrat praktisch unbestritten. Mit 34 Ja- zu 3 Nein-Stimmen genehmigte das Gemeindeparlament den Kredit von 480 000 Franken für die erste Etappe der Erweiterung.

«Die Tendenz geht heute zur Kremierung, Ende Mai waren in Wohlen nur gerade elf Urnen-
nischen frei», rechnete Ariane Gregor vor. Gemeinderat Urs Kuhn unterstützte die Präsidentin der Geschäftsprüfungskommission. «Die aktuelle Lage ist prekär, und es ist Aufgabe der Gemeinde, dafür zu sorgen, dass alle Begräbnisarten auf unserem Friedhof möglich sind.

Hans Hufschmid (CVP) sagte, es brauche «nicht viel Rechnerei, sondern pietätvolles Handeln.» Für Johannes Siebenmann (EVP) löst die Erweiterung die Platzprobleme für die nächsten 15 Jahre zeitgemäss. Dimitri Balazs (SP) bezeichnete das Projekt als «sinnvoll und durchdacht».

Nur einheimische Pflanzen?

Auch für die Grünen besteht auf dem Wohler Friedhof «dringender Handlungsbedarf», wie Thomas Burkard sagte. Er nutzte die Gelegenheit für den Zusatzantrag, bei der Friedhofbepflanzung dürften nur einheimische Bäume und Sträucher verwendet werden. In der mündlichen Begründung schränkte Burkard dies mit dem Zusatz «möglichst» ein, abgestimmt wurde jedoch über einen Antrag, welcher ausschliesslich einheimische Pflanzen erlaubt. Dies war der knappen Mehrheit des Rats zu restriktiv, der Antrag wurde mit einer Stimme Unterschied abgelehnt.

Auftrag wird ausgeschrieben

Ein anderes Anliegen vertrat die SVP mit ihrem Zusatzantrag. «Wir sagen Ja, wenn der Auftrag öffentlich ausgeschrieben wird», machte Marc Läuffer klar. Bauverwalter Marcel Wegmann sagte, aus seiner Sicht sei dies zwingend. Und als Gemeinderat Urs Kuhn versicherte, die Behörde sei hier ans Submissionsdekret gebunden, zog Läuffer seinen Antrag zurück. Dass drei SVP-Vertreter trotzdem gegen den 480000-Franken-Kredit stimmten, blieb somit eine Randnotiz.

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