Aufenthaltsbewilligung

F, N, G, L, C, S, Ci, B – Alles klar? Wir erklären Ihnen die Ausländerausweise

Bunt und mit Buchstaben versehen: Die Ausländerausweise in der Schweiz.

Bunt und mit Buchstaben versehen: Die Ausländerausweise in der Schweiz.

Aktuell wird über die Einbürgerung diskutiert. Doch es gibt auch Aufenhaltsbewilligungen: Von 8,2 Millionen Einwohnern in der Schweiz haben 27'070 beispielsweise einen F-Ausweis, 30'563 eine L-Bewilligung und 959 haben ein Ci-Papier. Doch wofür stehen diese Buchstaben? Wir erklären die Aufenthaltskategorien und wozu sie berechtigen.

Wussten Sie, dass es den Pass mit dem weissen Kreuz nicht nur in Rot, sondern auch in Blau und Grün gibt? Letztere Farben sind allerdings nicht für Schweizer gedacht – sondern für Ausländer.

Für sie gibt es noch ganze acht weitere Ausweise: N, S, F, L, B, G, C und Ci. Da kann man schon den Überblick verlieren. 

Wir erklären die verschiedenen Aufenthaltskategorien, welche Rechte diese beinhalten und warum es keinen einzigen Ausländer mit einem S-Ausweis gibt:

Realisation: Elia Diehl

Aufenthaltskategorien für Ausländer in der Schweiz

downloadDownloadpdf - 221 kB

Mehr Diplomaten als Asylbewerber

Nun, da Ihre Kenntnisse mit Hilfe der obigen Übersicht über die verschiedenen Ausländerausweise aufgefrischt sind, wollen wir Ihnen einige Statistiken nicht vorenthalten.

Wie sich die ständige Wohnbevölkerung (Definition siehe Box weiter unten) der Schweiz (8'237'666 Einwohner) Ende 2014 zusammensetzte, zeigt die nachfolgende Grafik.

Grafik: Elia Diehl

So ist die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz zusammengesetzt

Von den knapp 2 Millionen in der Schweiz lebenden Ausländern haben zwei Drittel einen C-Ausweis. Ein Viertel dieser rund 1,25 Millionen Ausländer mit Niederlassungsbewilligung wurden zudem in der Schweiz geboren.

Grafik: Elia Diehl

Ausländer nach Aufenthaltskategorie und Geburtsort

Hätten Sie gewusst? Unter der ständigen Wohnbevölkerung in der Schweiz gibt es mehr Diplomaten (10'630) als Asylbewerber mit einem N-Ausweis (7222).

Auch lässt sich aus der Statistik etwas über die Lebensweise der insgesamt rund 10'000 Diplomaten und rund 20'000 Funktionäre internationaler Organisationen schliessen: Die wenigsten scheinen ihre Familie mit in der Schweiz gebracht zu haben, wie ein Blick auf die Anzahl Ci-Ausweise zeigt: nur 959 Ehegatten und Kinder sind angemeldet.

Grafik: Elia Diehl

Mit N-Ausweis weniger als 12 Monate

 Hier noch weitere interessante Zahlen zur nicht ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz: Rund 65'000 Personen mit einem L-Ausweis – und damit zwei Drittel aller Kurzaufenthalter – lebten (Stand 2014) während weniger als 12 Monaten in der Schweiz. Zusätzlich wurden 1523 Flüchtlinge vorläufig und für weniger als ein Jahr aufgenommen.

Die Mehrzahl aller Asylverfahren war in weniger als zwölf Monaten abgeschlossen, wie die Anzahl Personen mit N-Ausweis zeigt: 2014 gehörten 12'179 Asylbewerber zur nicht ständigen Wohnbevölkerung. 

Insgesamt wurden 2014 23'800 Asylgesuche gestellt, womit man klar unter dem Höchstniveau zur Jahrtausendwende liegt. Mit ca. 47'000 Personen war der Bestand der Personen im Asylprozess (N- und F-Ausweise) deutlich tiefer als Ende der 90er Jahre (104'700). (edi)

Asylgesuche und Personen im Asylprozess bis 31.Dezember 2014

Meistgesehen

Artboard 1