Bislang galt Fabi als wenig umstritten. Nun melden sich erstmals Konsumenten gegen die Bahnvorlage zu Wort. Das Konsumentenforum (kf) hat die Nein-Parole beschlossen.

«Unsere 500 000 Vertreter sind gegen Fabi», sagte Michel Rudin, Geschäftsführer des Vereins just an der Medienkonferenz der Allianz für den öffentlichen Verkehr für ein Ja zu Fabi.

Bezüglich raumplanerischer Fragen sehe das kf bei Fabi ein ökologisches Problem. Aber vor allem auch eines der Kosten.

«Die Konsumenten haben sich schon seit Längerem über zu hohe Kosten im öffentlichen Verkehr beklagt», sagte Rudin. Wenn nun noch mehr Kapazitäten geschaffen würden, müssten diese unterhalten werden. «Dies wird schliesslich auf die Konsumenten abgewälzt», so Rudin.

Entsprechend genervt über diese «Gegen-Medienkonferenz» wirkte der Waadtländer SP-Nationalrat und Konferenzleiter Roger Nordmann.

Es werde eben nicht teurer für die Konsumenten. «Dieses Risiko haben wir, wenn Fabi nicht durchkommt», sagte Nordmann. Dann würden die Bahnunternehmen vor einem riesigen Finanzierungsproblem stehen und sie müssten ihre Tarife massiv erhöhen.

Konsumenten gespalten

Er erwähnte darauf explizit, dass Konsumentenorganisationen aus der Romandie und dem Tessin in der Allianz vertreten seien. Er sei deshalb über die Position des Forums erstaunt.

Auch die gewichtigste Konsumentenvertretung der Schweiz ist weiterhin für Fabi. «Wir unterstützen ein Ja am 9. Februar», sagte Prisca Birrer-Heimo, Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz und Luzerner SP-Nationalrätin auf Anfrage.

Fabi bringe gerade eine gerechtere und breitere Verteilung der Finanzierungsquellen - auch mit der Begrenzung des Pendlerabzuges.

Es werde damit gerade verhindert, dass alles auf die Konsumenten abgewälzt werde. Von der Kritik des Konsumentenforums ist Birrer-Heimo «persönlich überrascht», wie sie sagt.