Statt mit 18 sollen Jugendliche künftig schon mit 16 den Lernfahrausweis lösen können.

Fahren dürfen sie aber nur, wenn auf dem Beifahrersitz eine erwachsene Begleitperson sitzt, die drei Jahre lang unfallfrei unterwegs war und ihrerseits einen Kurs als Co-Pilot absolviert hat. Das schreibt die «NZZ am Sonntag» in ihrer neusten Ausgabe.

Zur praktischen Prüfung zugelassen werden die Jugendlichen wie bisher frühestens mit 18.

Bundesamt für Strassen präsentierte Pläne

Das Bundesamt für Strassen im Sommer hat an einer Arbeitssitzung entsprechende Pläne für die künftige Fahrausbildung präsentiert.

Änderungen planen die Behörden auch für jene, die nach Erreichen der Volljährigkeit mit dem Lernen beginnen.

Sie möchten generell festschreiben, dass alle Fahrschüler mindestens ein Jahr mit dem Lernfahrausweis fahren, bevor sie zur Prüfung zugelassen werden.

Strassenverkehrsämter begrüssen Lösung

Bei den Strassenverkehrsämtern begrüsst man diese Lösung. Zusätzliche Routine sei immer gut, sagt Sven Britschgi, der Geschäftsführer ihres Dachverbandes, und zwar unabhängig vom Alter der Lernenden.

Auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung plädiert für eine Förderung des begleiteten Fahrens. Skeptischer beurteilen die Sicherheitsexperten indes die vorgezogene Fahrausbildung mit 16.

Sie würde jährlich rund 40 000 junge Fahrer früher auf die Strasse lassen, wodurch mehr Unfälle zu befürchten wären.

Dezidiert lehnen die Fahrlehrer das begleitete Fahren für Minderjährige ab.

In diesem Alter seien die Jugendlichen noch zu wenig reif zum Autofahren, argumentieren sie.

Das Bundesamt für Strassen will sich offiziell noch nicht zu den Vorschlägen äussern. Die letzten Entscheide seien noch nicht gefallen. (sha)