Gaddafi

Gaddafi-Millionen in der Schweiz blockiert - weil KMU klagt

Muammar Gaddafi will Schadensgeld von der Schweiz (Archiv)

Muammar Gaddafi will Schadensgeld von der Schweiz (Archiv)

Eine kleine Schweizer Hightech-Firma hat den libyschen Diktator Gaddafi auf Schadenersatz verklagt. Das Unternehmen liess auch gleich 11,6 Millionen Franken des Diktatoreni-Clans gerichtlich beschlagnahmen.

Unter dem Terror-Regime des libyschen Diktator Muammar Gaddafi litten nicht nur die beiden Ex-Geislen Max Göldi und Rachid Hamdani. Getroffen hat der libysche Bannstrahl gegen die Schweiz auch zahlreiche Schweizer Firmen, so auch eine kleine Genfer Hightech-Firma.

Sie musste ihre Aktivitäten in Libyen innerhalb von 45 Tagen aufgeben und das Land verlassen. Was blieb, waren offene Rechnungen. Das wollte sich die Firma nicht bieten lassen. Wie die Westschweizer Zeitung «Le Temps» nun schreibt, hat das Unternehmen gehandelt. Bereits letztes Jahr liess es in Genf mindestens 11,6 Millionen Franken des Gaddafi-Clans gerichtlich beschlagnahmen.

Das Geld gehört drei libyschen Einheiten: der Libyan Investment Authority, dem Libya Africa Investment Portfolio sowie der Oilinvest. Das Geld befindet sich auf Konti von drei ausländischen Banken, die in Genf ansässig sind.

Die Firma, deren Namen «Le Temps» auf deren Wunsch nicht nannte, verlange von Libyen rund 7 Millionen Franken für unbezahlte Rechnungen sowie Schadenersatz für Vertragsbruch.
Der Fall ist nun bei einem Genfer Gericht hängig.

Der Anwalt, der die Firma vertritt, ist kein unbekannter. Es ist der gleiche, der bereits die beiden Hausangestellten vertreten hatte, die von Hannibal Gaddafi und seiner Frau Aline misshandelten (rsn)

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