Schweiz

Genf schliesst Geschäfte und verbietet Treffen von mehr als fünf Personen

Wie leergefegt: Genf am Montagmorgen.

Wie leergefegt: Genf am Montagmorgen.

Am Montagabend müssen in Genf alle Geschäfte schliessen – ausser sie verkaufen Grundnahrungsmittel oder Medizin. Auch werden alle Versammlungen mit mehr als fünf Personen verboten.

(sat) Dies gilt für den privaten wie den öffentlichen Raum, wie Sicherheitsdirektor Mauro Poggia am Montagvormittag in Genf vor den Medien erklärte. Auch werden alle religiösen Anlässe verboten und Beerdigungen dürfen nur noch im engsten Familienkreis stattfinden, berichtet die «Tribune de Genève». Die Arbeit der Verwaltung werde auf ein Minimum reduziert. Vergleichbar mit Genf haben am Sonntag bereits die zwei Westschweizer Kantone Neuenburg und Jura ihr Gesellschafts- und Wirtschaftsleben drastisch eingeschränkt.

«Die Situation ist ernst, aber nicht alarmierend», sagte Regierungspräsident Antonio Hodgers. Eine totale Schliessung könne jedoch nur in Absprache mit dem Bund und den anderen Kantonen erfolgen. Die kommenden Tage würden jedoch «entscheidend» sein im Kampf um die Eindämmung des Corona-Virus.

Justiz fährt Betrieb auf Minimum runter

Wie der Kantonsarzt laut «Tribune de Genève» ausführte, trifft dies auch auf das Gesundheitswesen zu. Noch gebe es zwar keine strukturellen Probleme. Dennoch ist das Rote Kreuz vom Kanton Genf bereits zur Unterstützung aufgeboten worden.

Olivier Jornot, der Genfer Staatsanwalt, erläuterte zudem einen Drei-Punkte-Plan: Auch die Aktivitäten der Justiz würden auf ein Minimum beschränkt. So weit wie möglich würden deren Mitarbeitenden von zu Hause aus arbeiten. Und weil das Einreichen von Akten und Anträgen länger dauern werde, appellierte Jornot an alle beteiligten Parteien, in dieser Situation kulant zu sein.

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