Schweiz

Genügend Masken für alle und ein optimistischer Daniel Koch

Es hat wieder genug Masken für alle.

Es hat wieder genug Masken für alle.

Der Versorgungsengpass bei Masken und Schutzmaterial ist behoben, die Zahl der Arbeitslosen stabilisiert sich, Daniel Koch lobt die Bevölkerung in der Schweiz: Vor den Medien in Bern herrscht vorsichtige Zuversicht.

(wap) Bei den Gesuchen für Kurzarbeit sei der Peak überschritten, sagte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), am Montag in Bern vor den Bundeshausmedien. Insgesamt hätten sich 185'000 Unternehmen gemeldet, die Gesuche beträfen 1,8 Millionen Personen. Zürcher betonte, dass viele Gesuche vorsorglich eingereicht würden. Die Unternehmen würden erst später erfassen und melden, wie viele Arbeitsstunden tatsächlich ausgefallen seien.

Auch bei den Arbeitslosenzahlen sei die Kurve flach. Nach einem raschen Anstieg im März hätten sich die täglichen Neuanmeldungen wieder stabilisiert. Derzeit verzeichne man in der Schweiz 159'000 Arbeitslose und 230'000 Personen auf Stellensuche.

Auch die Versorgungslage mit medizinischen Schutzgütern hat sich entspannt. Es gebe derzeit genügend Masken, Schutzanzüge und Desinfektionsmittel für das Gesundheitspersonal, erklärte Brigadier Markus Näf, Beschaffungskoordinator bei der Armee. Auch für die breite Bevölkerung gebe es derzeit genügend Masken. Die Armeeapotheke habe zusammen mit den Grossverteilern die Versorgung sicherstellen können. Derzeit seien 18 Millionen Masken bei den Geschäften, 30 Millionen seien bestellt. Weitere 100 Millionen befinden sich in den Lagern des Bundes.

Vertrauen in die Unternehmen

Boris Zürcher vom Seco zeigte sich zuversichtlich, dass die Unternehmen, die nun wieder öffnen, den Schutz von Kunden und Angestellten Ernst nähmen – auch wenn die Schutzkonzepte nicht explizit vom Bund abgesegnet würden. Man handhabe die Schutzmassnahmen mit Bezug zur Pandemie nicht anders als andere Sicherheitsfragen in Unternehmen. Grundsätzlich müsse der Arbeitgeber dafür sorgen, dass die Sicherheit und die Gesundheit der Angestellten gewährleistet sei. «Wir gehen davon aus, dass sie das tun», sagt Zürcher. Kontrollen seien jederzeit möglich, aber Sache der kantonalen Behörden.

Bei der Kurzarbeit schaut das Seco genauer hin. In 438 Fällen erhob es Einsprache gegen Bewilligungen der Kantone. So solle verhindert werden, dass Kantone im Hinblick auf die Standortattraktivität Firmen im eigenen Kanton bevorteilten.

Daniel Koch zeigt sich optimistisch

Zürcher äusserte sich auch zur Frage, ob die wiedereröffneten Betriebe weiterhin Kurzarbeitsentschädigung erhalten. Dies komme darauf an, ob der Betrieb vollumfänglich wieder aufgenommen werden könne. Wenn ein Restaurant wegen der Schutzmassnahmen nur die Hälfte des Personals einsetzen könne, bleibe die andere Hälfte in Kurzarbeit. Die Unternehmen seien in der Pflicht, sowenig Kurzarbeitsentschädigung zu beziehen, wie möglich. «Man kann nicht weiter Kurzarbeitsentschädigung beziehen, bloss weil man keine Lust hat, aufzumachen», stellte Zürcher klar.

Daniel Koch, Covid-19-Delegierter des Bundes, zeigte sich optimistisch, dass es trotz der verschiedenen Lockerungen nicht mehr Neuansteckungen geben werde. Die Schweizer Bevölkerung habe die Schutzmassnahmen bisher sehr gut umgesetzt. Wenn man weiterhin Abstand halte und auf die Hygiene achte, seien die Chancen gut, dass man bald weitere Lockerungen in Angriff nehmen könne.

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