"Wir geben ihnen jeden Tag Glace, wenn es heiss ist", sagte Zoodirektor Roland Bulliard der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. "Das hält sie auf Trab und verschafft ihnen Erfrischung." Die rund 15 Kilogramm schweren Glaces werden mit verschiedenen Früchten in Dosen gefroren.

"Bären brauchen keine Glacestäbchen, um das Eis zu halten. Sie kommen ganz ohne zurecht", sagt der Zoodirektor mit einem Lachen. "Als Allesfresser erhalten die Tiere hauptsächlich Obst und Gemüse als Futter, sowie dreimal pro Woche Fleisch", erklärt er.

Die drei Braunbären aus Syrien werden den Waadtländer Zoo Ende Jahr verlassen und in einen Tierpark in England umziehen, weil ihre Mutter sie verjagen würde.

Schätzungsweise gibt es rund 50'000 Braunbären in Europa. Es ist das grösste noch lebende Raubtier des Kontinents. 2005 wurde nach 100 Jahren erstmals wieder ein wilder Braunbär in der Schweiz gesichtet. Er war vermutlich aus Italien eingewandert.

Vorteilhafte Lage

Für die rund 200 anderen Tiere im Zoo von Servion ist die Hitzewelle derzeit kein allzu grosses Problem. "Wir haben das Glück, dass sich unsere Anlage an einem Waldrand auf 800 Metern befindet. Es gibt Vegetation, frische Luft, Wind und in der Nacht fallen die Temperaturen. Die Tiger lagen heute Morgen sogar an der Sonne", sagt Bulliard.

Auch verfügen viele Zoobewohner über Schwimmbecken, in denen sie sich abkühlen können. Kein Tier ist eingesperrt. In wärmeren Zeiten achten der Zoo besonders darauf, dass es in allen Gehegen genug Wasser gibt.