Inland/Schweiz

Glyphosat: Kommission will  nicht einzelne Unkrautvernichter verbieten

Die Verwendung von glyphosathaltigen Unkrautvernichtern – im Bild ein Bauer in Argentinien der «Roundup» anwendet – gerät zunehmend unter Druck.

Die Verwendung von glyphosathaltigen Unkrautvernichtern – im Bild ein Bauer in Argentinien der «Roundup» anwendet – gerät zunehmend unter Druck.

Die Wirtschaftskommission des Ständerats lehnt zwei Standesinitiativen der Kantone Jura und Genf mit der Forderung nach einem Glyphosat-Verkaufsverbot ab. Zielführender sei die Beschränkung von Wirkstoffen.

(sat) Die Kommissionen für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) lehnt zwei Standesinitiativen der Kantone Jura und Genf ab. Die Entscheide dazu fielen laut einer Mitteilung vom Dienstag mit je 6 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung. Die erste Standesinitiative forderte vom Bund ein Verkaufsverbot für glyphosathaltige Produkte wie zum Beispiel «Roundup». Letztere den Verzicht und vor allem die Forschung nach Alternativen zu dem zunehmend umstrittenen Unkrautvernichter.

Die WAK-S findet laut Mitteilung, das Anliegen der Standesinitiativen sei im Rahmen einer bereits zuvor von ihr beratenen Kommissionsinitiative integriert. Damit könne eine umfassende Risikoreduktion für den Pestizideinsatz herbeigeführt werden, wobei die verschiedenen Wirkstoffe entsprechend ihres Risikopotenzials berücksichtigt würden. Damit müssten nicht für einzelne Stoffe Regelungen – sprich im schlimmsten Fall Verbote – beschlossen werden.

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