Coronavirus

Graubünden hält Skigebiete bis 3. Januar offen – Nachbar Glarus macht dicht

Hoch hinaus: In Graubünden dürfen Skifahren weiterhin die Piste unsicher machen.

Hoch hinaus: In Graubünden dürfen Skifahren weiterhin die Piste unsicher machen.

Den Skiferien in Graubünden steht über Weihnachten nichts mehr im Weg. Der Kanton lehnt es vorderhand ab, die Skigebiete zu schliessen. Anders sieht es im Nachbarkanton Glarus aus.

(rwa) Angesichts steigender Fallzahlen hat der Bundesrat am Freitag schärfere Coronamassnahmen angekündigt. Ob Skigebiete weiterhin offen bleiben dürfen, überliess er den Kantonen. Viele verstanden die Botschaft und schlossen darauf ihre Skigebiete – nicht so der Kanton Graubünden. Die Bündner Regierung beschloss am Montag nun, vorerst auf eine Schliessung zu verzichten.

Sofern sich die epidemiologische Lage und die Situation bei den Spitalkapazitäten nicht massgeblich ändern würden, blieben die Skigebiete über die Feiertage bis zum 3. Januar offen, gab die Regierung bekannt. Die Lage sei aber «hochdynamisch», erklärte Gesundheitsminister Marcus Caduff an einer Medienkonferenz. Deshalb werde der Kanton die Situation täglich beurteilen. Ohne massgebliche Änderung der Situation wird die Regierung am 29. Dezember neu entscheiden.

«Lage ist ernst»

Anders beurteilt die Situation der Kanton Glarus. Die Ansteckungszahlen seien in den letzten Wochen stark gestiegen und müssten gesenkt werden, teilten die kantonalen Behörden am Montag mit. Ein weiterer Anstieg der Coronafälle würde die Gesundheitsversorgung in eine bedrohliche Lage versetzen, argumentiert der Kanton.

Der vorübergehende Verzicht auf Skifahren, Snowboarden und Schlitteln soll aus Sicht der Behörden beitragen, die Unfallzahlen zu senken und so die Spitalinfrastruktur zu entlasten. Die Schliessung umfasst alle Skilifte und Sessellifte, Skipisten und Schlittelwege in den Skigebieten. Nicht von der Bewilligungspflicht erfasst sind Kleinskilifte mit niedriger Seilführung. Weiter betrieben werden dürfen auch die Bergbahnen.

Der Kanton glarus will die Lage erneut am 28. Dezember neu beurteilen. Dann wäre eine allfällige Öffnung ab dem 30. Dezember geplant. Die Behörden rufen die Wintersportler dazu auf, sich an die Vorgaben zu halten. «Nur so kann die Skisaison bald wieder aufgenommen werden», heisst es in der Mitteilung.

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