Davos
Hoteliers im WEF-Ausnahmezustand: «Sonderwünsche sind meistens bescheiden»

Die 112 Zimmer des Hotels Seehof werden komplett von internationalen WEF-Delegationen in Beschlag genommen. «Alles streng geheim», lautet jetzt die Devise. Der Seehof-Hotelier und sein Küchenchef geben dennoch einen kleinen Einblick.

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Auch Bill Gates residiert im Seehof. Schliesslich ist eine der Suiten in dem Davoser Hotel nach ihm benannt. «Er ist seit über 20 Jahren Stammgast», sagt Geschäftsführer Thomas Homberger stolz.

Nächtigen wird der millionenschwere Unternehmer aber wohl nicht in «seiner» Suite. «Es gibt inzwischen schönere Zimmer», so Homberger.

Verstärkte Belegschaft

Daneben veranstalte Gates im Seehof jedes Jahr ein «kleines Dinner im privaten Kreis». Homberger: «Das freut uns natürlich sehr.»

Anlässlich des Weltwirtschaftsforums hat das Davoser Hotel seine Belegschaft verstärkt. Mit 180 Mitarbeitern sind 50 mehr im Einsatz als im Normalbetrieb.

«Ein kleiner Irrglaube»

Vor allem in der Küche gibt es viel zu tun. «Es gibt Spezialwünsche, aber die sind meistens eher im bescheidenen Rahmen», sagt Martin Bieri.

Der Sternekoch und Seehof-Küchenchef kennt die Bedürfnisse der WEF-Gäste. Die einfachen Sachen seien es, die zählen. Etwa, dass ein Gast eben geröstete Cashewnüsse ohne Salz auf seinem Zimmer haben möchte.

«Exklusive Wünsche gibt es selten, es ist ein kleiner Irrglaube, dass es am WEF nur edle Produkte gibt», so der Küchenchef. Wichtiger sei es, dass die ausländische Küchencrew die richtigen Zutaten bekomme, um ihre Gerichte auch wirklich authentisch auf den Tisch zu bringen.

Hier geht es zu unserem Live-Ticker aus Davos.