Im Rahmen der Neuregelung der Finanzierung und des Ausbaus der Bahninfrastruktur (FABI) erteilte das Parlament dem Bundesrat den Auftrag, die bis 2035 erwartete Nachfrage im Bahnverkehr zu bewältigen.

Gemäss den Prognosen des Bundes werden der öffentliche Verkehr und der Bahnverkehr bis 2040 um rund 50 Prozent wachsen. Um diese Zunahme zu bewältigen, braucht es aus Sicht des Bundes weitere Investitionen.

Am Mittwoch hat der Bundesrat nun eine Aussprache über den zweiten Ausbauschritt geführt und sich auf zwei Varianten geeinigt, die das Verkehrsdepartement (UVEK) weiterverfolgen soll. Diese tragen unterschiedlich stark zur Entlastung des Netzes bei und unterscheiden sich punkto Finanzierung und Zeithorizont, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) in einer Mitteilung schreibt.

Fahrzeiten werden nicht kürzer

Die erste Variante entschärft die grössten absehbaren Engpässe im Personenverkehr und bringt punktuelle Verbesserungen für den Güterverkehr. Der Finanzrahmen beträgt 7 Milliarden Franken, die Projekte würden bis 2030 realisiert. Damit kann die prognostizierte Verkehrszunahme aber nicht gänzlich aufgefangen werden.

Anders die zweite Variante: Sie ermöglicht es, zusätzliche dringliche Ausbauten zu realisieren und das Wachstum weitgehend aufzufangen. Dafür würden bis 2035 insgesamt 12 Milliarden Franken investiert.

Grundsätzlich soll die optimale Nutzung bestehender Infrastrukturen Vorrang vor dem Ausbau haben. Bevorzugt werden Massnahmen, welche die Kapazität der Strecken erhöhen. Keine Priorität haben verkürzte Fahrzeiten.

Die Federführung liegt beim BAV. Es bezieht die Kantone, Bahnen und die Güterverkehrsbranche mit ein. Ende April sollen erste Eckwerte vorliegen. Entscheide über die konkreten Projekte im Rahmen dieses Ausbauschritts wird der Bundesrat Ende 2017 fällen.