Die instabile Situation der Moschee versuchen, fundamentalistische Kräfte zu ihren Gunsten zu nutzen. Wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet, versuchte der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) schon vor drei Jahren bei einem Nachbarschaftskonflikt, Einfluss zu nehmen. Die Moschee konnte das unerwünschte Angebot damals abwehren.

Doch nun war die Not derart gross, dass sie die Unterstützung des IZRS annahm. Moschee-Verwalter Nabil Arab vergleicht seine Situation mit einer Seenot: „Stellen Sie sich vor, Sie treiben im Wasser und niemand hilft Ihnen. Da sehen Sie ein Stück Holz. Würden Sie zugreifen oder lieber sterben?“ Zudem macht die „Schweiz am Sonntag“ publik, dass der Übersetzer der Moschee eine umstrittene Vergangenheit hat. Er wird von einer ETH-Studie als salafistischer Extremist beschrieben.

«Ich denke nicht, dass wir da klein beigegeben haben»: Jürg Lauener, Rektor der Sekundarschule Therwil

«Ich denke nicht, dass wir da klein beigegeben haben»: Jürg Lauener, Rektor der Sekundarschule Therwil

(Tele Züri, 4.4.2016)

Mit der Handschlag-Affäre an einer Sekundarschule in Therwil (BL) ist die Basler Faysal-Moschee in die Schlagzeilen geraten. Dort verkehren die beiden Schüler, die ihrer Lehrerin die Hand nicht geben wollen. Die radikale Auslegung des Islams und die intransparente Finanzierung der Moschee nähren Spekulationen über die Nähe der Faysal-Stiftung zu fundamentalen Organisationen und Geldgebern.

Woher die Spenden kommen und ob sie dem Stiftungszweck entsprechend eingesetzt werden, ist nun Gegenstand von Untersuchungen der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht, wie die «NZZ am Sonntag» aus zuverlässiger Quelle weiss. Zu Inhalt und Gründen für die Abklärungen wollte sich eine Sprecherin des zuständigen Innendepartements nicht äussern. Der Geschäftsführer der überprüften Stiftung sagte, man lege der Aufsicht alle Geldflüsse offen. Im Gegensatz zu früheren Jahren werde die Moschee nicht mehr mit Beiträgen aus Saudiarabien subventioniert, weil ehemals für die Transaktionen benutzte Bankkonten gesperrt worden seien. Die Stiftung lebe derzeit allein von Spenden der Gläubigen, die in der Moschee verkehrten.