Aufenthaltsbewilligung

Jeder zehnte Antrag ist eine Fälschung

Staatsangehörige von Drittstaaten wie Kosovo, Serbien oder Russland brauchen für einen längeren Aufenthalt in der Schweiz ein Visum. Einige versuchen, ihre Aufenthaltsbewilligung mit gefälschten Dokumenten zu erhalten. (Symbolbild)

Staatsangehörige von Drittstaaten wie Kosovo, Serbien oder Russland brauchen für einen längeren Aufenthalt in der Schweiz ein Visum. Einige versuchen, ihre Aufenthaltsbewilligung mit gefälschten Dokumenten zu erhalten. (Symbolbild)

Ein Projekt in der Stadt Bern deckt auf, dass 10 Prozent der Anträge für Aufenthaltsbewilligungen gefälschte Dokumente enthalten.

Missbräuchliche Anträge für Aufenthaltsbewilligungen machen dem Bund, den Kantonen und den Städten zu schaffen. Ein Projekt aus Bern zeigt im Rahmen des Programms "Integrierte Grenzverwaltung" auf, dass rund zehn Prozent der überprüften Anträge gefälschte Dokumente enthalten. 

Gefälschte Pässe, Miet- und Arbeitsverträge

Dabei handelt es sich meist um gefälschte Pässe. Aber auch Miet- und Arbeitsverträge wiesen Fälschungsmerkmale auf, sagt Alexander Ott, Chef der Stadtberner Einwohnerdienste und Fremdenpolizei. Sogar gestohlene Ausweise sollen von Antragstellern eingereicht worden sein.

Um eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz zu erhalten, versuchen vor allem Staatsangehörige aus visumspflichtigen Drittstaaten mit gefälschten Dokumenten ihr Ziel zu erreichen. Zu diesen Drittstaaten gehören unter anderem der Kosovo, Albanien, Serbien, Russland oder die Türkei.

Projekt prüft 850 Anträge

Innerhalb des Projekts wurden insgesamt rund 850 Anträge kontrolliert. Ein sogenannter eDoc-Reader erlaubt es, Pässe oder andere biometrische Dokumente wie Aufenthaltsbewilligungen auf Echtheit zu prüfen. Solche Geräte werden bereits an Flughäfen eingesetzt.

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