Die Verzögerung hat verschiedene Gründe: Erstens wurde die dafür nötige Vernehmlassung zur «Optimierung der Fahrausbildung» kürzlich erneut verschoben, von Ende 2016 auf März 2017. Das Astra priorisierte andere Geschäfte wie die Fahreignungsabklärungen für Senioren. Zweitens hängt die Umsetzung an einem neuen Informatiksystem für die Verkehrszulassung.

Erst wenn dieses eingeführt wird, sei Fahren ab 17 denkbar, sagt Sprecher Thomas Rohrbach zur „Schweiz am Sonntag“. Das ist allerdings frühestens ab Ostern 2018 der Fall. Bis dahin heisst es: Lernfahrten erst, wenn man volljährig ist. Die Verzögerung ärgert vor allem die Jungparteien.

Denn bei der Reform geht nicht nur um frühere Lernfahrten, sondern auch um die obligatorischen Weiterbildungskurse, die ebenfalls zur Debatte stehen. «Es ist dringend nötig, dass die hohen Preise für die Kurse endlich gesenkt werden», sagt Tino Schneider, Präsident der Jungen CVP Schweiz.

Die Kosten sollen von mehreren hundert Franken auf eine reine Verwaltungsgebühr reduziert werden. «Der Führerschein ist für viele kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit», sagt Schneider. Ausserdem sei die Ausbildung auch ohne die Weiterbildungskurse eine kostspielige Angelegenheit.