Trockenheit

Kein Regen in Sicht – nun droht im Aargau ein Feuerwerksverbot für den 1. August

Feuerwerksverbot für 1. August immer wahrscheinlicher

Feuerwerksverbot für 1. August immer wahrscheinlicher

Wegen der anhaltenden Trockenheit droht ein Feuerwerksverbot in der Schweiz. Betroffen davon wären vor allem die Pyroverkäufer. Auch die Höhenfeuer sind in Gefahr.

Wenn die Schweiz am 1. August Geburtstag feiert, ist auch das bunte Knallen und Böllern von Feuerwerkskörpern nicht weit. Doch dieses Jahr könnte das Wetter Pyrofans einen Strich durch die Rechnung machen: Wegen der anhaltenden Trockenheit wird ein Feuerwerksverbot immer wahrscheinlicher. 

Ein Verbot würde besonders die Feuerwerksverkäufer hart treffen. So auch Philipp Schäfer von der Firma ka-boom.ch, die in Rothrist und Suhr Feuerwerksverkaufsstände betreibt. «Wir verkaufen hauptsächlich am 1. August Feuerwerk. An Silvester nicht oder nur auf Anfrage – deshalb könnten wir die fehlenden Verkäufe auch nicht kompensieren», sagt Schäfer gegenüber «TeleM1».

Wie brandgefährlich die aktuelle Situation ist, zeigte sich bereits am Donnerstagnachmittag, als ein Stoppelfeld zwischen Rheinfelden und Kaiseraugst zu brennen begann. «Wenn es so trocken ist, kann der kleinste Funken zu einem Feuer führen», sagt Andreas Brodbeck von der Feuerwehr Augst-Kaiseraugst.

In den südlichen Kantonen ist aktuell bereits ein Feuerverbot im Freien in Kraft. In der Nordwestschweiz gilt erhebliche Waldbrandgefahr. Experten gehen davon aus, dass auch die Kantone Aargau und Solothurn bald mit einem solchen Verbot nachziehen könnten, denn: Die Lage spitzt sich immer mehr zu, wie Roger Perret von MeteoNews gegenüber dem Regionalsender bestätigt. «Gewitter wird es frühestens Anfang der kommenden Woche geben. Und es wird schlimmer werden mit der Trockenheit.»

Die Waldbrandgefahr bedroht auch die grossen Höhenfeuer, die in diversen Gemeinden zum 1. August entzündet werden. In Balsthal überlegt sich der Holzfluh-Verein, ob man das traditionelle Höhenfeuer überhaupt aufbauen will – und das ausgerechnet an einem Jubiläum. «Wir mussten es auch schon absagen. Natürlich bedauern wir das, wir hätten unser Freiheitsfeuer viel lieber zum 80. Geburtstag unseres Vereins. Aber so nicht», sagt Max Rütti vom Holzfluh-Verein. 

Die Kantone Aargau und Solothurn werden diese Woche darüber beraten, ob ein Feuerwerksverbot nötig ist. Immerhin: Trotz Verbot können am 1. August unter bestimmten Umständen dennoch Feuerwerke gezündet werden – zum Beispiel an speziellen Orten, wo die Feuerwehr die Situation beobachtet.

(sam)

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