Klimaprotest
Hände mit Sekundenleim ans Bundeshaus geklebt: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Klimaschützer

Sie hatten sich mit Sekundenkleber an das Bundeshaus festgemacht. Für sechs Klimaaktivisten hat diese Aktion nun ein juristisches Nachspiel.

Nina Fargahi
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Zwei Aktivisten haben ihre Hände an die Säulen des Bundeshauses geklebt.

Zwei Aktivisten haben ihre Hände an die Säulen des Bundeshauses geklebt.

Keystone

Die Berner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen sechs Klimaaktivisten von Extinction Rebellion eingeleitet. Diese hatten ihre Hände Ende Juni mit Sekundenkleber an den Säulen des Bundeshauses festgemacht.

Die Aktion von Extinction Rebellion fand anlässlich eines offenen Briefes an den Bundesrat mit Forderungen nach Klimamassnahmen und als Ankündigung für weitere geplante Protestaktionen statt.

«Gegen sämtliche Personen wurde eine Untersuchung eröffnet wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Hinderung einer Amtshandlung sowie Ungehorsam gegen eine amtliche Verfügung», sagt Christof Scheurer, Informationsbeauftragter der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern zu CH Media.

Die Untersuchung findet just zu einem Zeitpunkt statt, in der die Klimaaktivisten auf der Zürcher Hardturm-Brache ein Klimacamp veranstalten. In Bern ist zudem am 6. August eine Demonstration geplant. «Rise Up For Change» ist ein Bündnis von verschiedenen Klimabewegungen, zu denen auch Extinction Rebellion gehört. Das Bündnis «Rise Up For Change», zu dem auch Extinction Rebellion gehört, will in diesem Jahr den Schweizer Finanzplatz in den Fokus ihrer Protestaktionen rücken.

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