Der mehrfache Weltrekordhalter interessiert sich für Politik und wollte vor seiner Teilnahme am Grand-Prix von Bern das Bundeshaus sehen.

Elegant gekleidet, mit glänzendem Anzug und schnittigen Schuhen, übergab Gebrselassie Maurer in der Wandelhalle des Parlaments als Geschenk ein Buch über sich. Der Bundespräsident revanchierte sich mit einem Schweizer Armeemesser. Maurer pries dabei die Rolle von Sportlern wie Gebrselassie als Vorbilder.

Ueli Maurer empfängt Lauflende Gebreselassie

Ueli Maurer empfängt Lauflende Gebreselassie

Vor seinem Treffen mit Maurer zeigte der OK-Präsident des Grand-Prix von Bern, der Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer, Gebrselassie sowie einem ganzen Tross von Sponsoren, OK-Mitgliedern und Medienleuten den Nationalrats- und den Ständeratssaal.

Staunen über Maurers Velo

Laut dem Medienchef des GP von Bern hatte der äthiopische Athlet ausdrücklich um diese Führung gebeten. Gebrselassie sagte denn auch, für ihn sei der Aufenthalt im Bundeshaus ein grosses Ereignis. Er wolle in seinem Heimatland nicht an den nächsten, aber an den übernächsten Wahlen teilnehmen.

Gebrselassie lobte im Gespräch mit Bundespräsident Maurer und anderen Umstehenden den Sport als Abbaumittel für Stress. Er zeigte sich dann beeindruckt, als Aebischer ihm sagte, Maurer sei viel per Velo unterwegs.

Der langjährige Dominator über die Distanzen zwischen 3000 und 10'000 Metern ist am Samstag einer von gegen 30'000 Menschen, die am GP von Bern teilnehmen. Gebrselassie ist aber nicht nach Bern gekommen, nur um mitzurennen und das Bundeshaus zu sehen: Er will gewinnen, wie er laut Sportinformation am Donnerstagnachmittag vor den Medien sagte.