Grosses Vorbild

Lernen von den Bayern: Die CVP soll zur Schweizer CSU werden

Gerhard Pfister sieht in der CSU ein Vorbild für die CVP, deren Präsident er werden soll. (Archiv)

Gerhard Pfister sieht in der CSU ein Vorbild für die CVP, deren Präsident er werden soll. (Archiv)

Nationalrat Gerhard Pfister möchte die CVP nach dem Vorbild der bayerischen CSU ausrichten.

«Als ich am Parteitag der CSU war, hatte sie sich drei Begriffe auf die Fahne geschrieben: liberal, sozial, konservativ», sagt Nationalrat Gerhard Pfister im Interview mit der „Schweiz am Sonntag“. Einen Dreiklang, den er auch für die CVP sieht. Das entscheide er aber nicht alleine, sagt er.

Schon als Präsident der Zuger CVP hatte Pfister Gemeinsamkeiten mit der CSU entdeckt. «Beide sind offene, wirtschaftsliberale Standorte mit konservativer Grundierung», sagt er. Motto: «Laptop und Lederhose». Diese Kombination passe zur CVP.

Den Kurs der CDU unter Angela Merkel kritisiert er. Er habe sich «sozialdemokratisiert». Zwar werde damit die SPD marginalisiert. «Die Kehrtwende ist jedoch, dass der konservative Teil der Bevölkerung zunehmend heimatlos geworden ist.»

Pfister will auch nicht eine CVP-Politik für das Land und eine für die Stadt entwickeln. „Es ist ein Irrtum zu glauben, man müsse unterschiedliche Politik für Stadt und Land machen“, sagt er. „Die Wähler wohnen und leben unterschiedlich; aber sie wählen nicht nach dem Kriterium, ob eine Partei die Bedürfnisse in ihrer Region oder Schicht bedient oder nicht. Sie wählen die Partei, die ihrem Bild der Schweiz am besten entspricht.“ Für ihn ist klar, dass die CVP „eine Vision unseres Landes“ brauche.

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