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Magdalena Martullo-Blocher: Mehr Herrliberg im Bundesrat

SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher - im Bild mit Schutzmaske im Parlament. (Archivbild)

SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher - im Bild mit Schutzmaske im Parlament. (Archivbild)

Magdalena Martullo, von und zu Herrliberg, informierte das Volk via TV-«Arena», warum das Land nicht schneller und besser aus der Coronakrise kommt: Weil es im Bundesrat an SVP mangelt. «Leider sind wir nur zwei, wäre schön, wenn wir die Mehrheit hätten», so die Tochter.

Der Zufall will es, dass der durchschlagende Erfolg solcher SVP-Mehrheit gerade demonstriert wird. Am Bundesstrafgericht in Bellinzona, dessen Präsidium allein aus Zürcher SVP besteht: Präsidentin Sylvia Frei, Winterthur ZH, Vize Stephan Blättler, Bülach ZH.

Dieses Gericht gab uns nicht nur den «Sittenzerfall», es verschob den «Sommermärchen»-Prozess um Betrug von Fussball-Bossen weitsichtig so lange, bis er unter Corona verjährt. Just heute Montag dürfen wir der (leider nicht ganz billigen) Verjährung beiwohnen.

Dank diesem (Unter)Gang des Verfahrens hat auch Michael Lauber wieder einmal eine kleine Freude, weil die Versäumnisse des Bundesanwalts (samt Geheimtreffen mit Fifa-Boss) etwas in den Hintergrund treten. Auch den Bundesanwalt darf sich die Martullo-SVP mit Fug und Recht auf die Fahne schreiben, hat sie doch dessen Wiederwahl im September 2019 «mit Blick auf den Erhalt der Kontinuität in der Strafverfolgung» eingefordert.

Fürwahr: Solche Kontinuität und solche Mehrheiten, mehr Herrliberg, brauchen wir dringend auch im Bundesrat.

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