Zur Kundgebung aufgerufen hatten Gewerkschaften und linke Parteien. Die Manifestantinnen und Manifestanten machten gelten, dass in der Schweiz immer noch 330'000 Personen für einen Stundenlohn von weniger als 22 Franken arbeiten müssten. Der Frauenanteil unter diesen gering Verdienenden liege bei 70 Prozent. Hinzu komme noch, dass fast 60 Prozent der Frauen Teilzeit arbeiten würden.

Gerade unter den Tätigkeiten mit den tiefsten Löhnen fänden sich viele sogenannt typischen Frauenberufe. Die Frauen bildeten im Verkauf, der Pflege, im Haushalt und in sozialen Berufen die Mehrheit.

Der Mindestlohn würde die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern vermindern, argumentierten die Manifestierenden zu Gunsten der Initiative. Immer noch liege der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern bei 18 Prozent.