Seit Freitag lässt sich die Hitparade der beliebtesten Vornamen der Neugeborenen auch nach den einzelnen Sprachregionen aufschlüsseln - und das für jeden einzelnen Jahrgang seit 1902. Dies ermöglicht ein interaktives Tool des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Wie dominant der Name Maria in der Schweiz war, verdeutlicht auch der Vorsprung auf den zweitbeliebtesten Namen: Seit 1902 haben 43'846 Mädchen den Namen Anna erhalten.

Während Maria als Vorname in allen Landesteilen obenauf schwingt, verdankt sich der Spitzenplatz von Peter, den 62'119 Knaben tragen, vor allem seiner Beliebtheit in der Deutschschweiz.

In der Romandie liegt Jean mit 15'049 Nennungen an der Spitze. In der italienischen und romanischen Schweiz waren Marco (3684) und Gion (199) am beliebtesten.

Eltern immer kreativer

All diesen Vornamen ist indes gemein, dass sie ihre "Blütezeit" längst hinter sich haben. So gab es 2013 gerade noch neun kleine Peterli, während mehr als drei Viertel aller Personen dieses Namens vor 1970 geboren wurden. Am meisten waren es mit über 1900 im Jahr 1948.

Demgegenüber tauchen selbst die in letzter Zeit so beliebten Vornamen wie Leon, Noah und Luca pro Jahr jeweils "nur" zwischen 300 und 680 Mal in der Vornamen-Hitparade auf, für das BFS ein Indiz, dass die Eltern bei der Namensgebung viel kreativer geworden sind.