Bis zu 130 Zentimeter Neuschnee

«Massiver Neuschneezuwachs» in den Bergen – Lawinengefahr steigt

Kaltluft sorgt diese Woche für weiteren Schneefall in der Schweiz. In den Bergen könnten es bis zu 130 Zentimeter Neuschnee werden. Entsprechend erhöht sich das Lawinenrisiko.

In der Nacht auf Dienstag kommt es zu weiteren Schneefällen bis in tiefe Lagen, wie der Wetterdienst Meteonews zu Beginn der Woche mitteilt. Am Dienstagmorgen müssten Autofahrer daher mit Problemen im Berufsverkehr rechnen. Im Verlauf des Tages steige die Schneefallgrenze dann wegen auffrischender Winde auf 600 bis 800 Meter an, bevor sie in der darauffolgenden Nacht aufgrund kälterer Luft wieder bis ins Flachland sinken werde.

In den Zentral- und Ostschweizer Bergen ist gemäss Meteonews bis am Wochenende mit einem «massiven Neuschneezuwachs» zu rechnen. Bis am Sonntagabend seien Mengen zwischen 80 und 130 Zentimetern möglich. «Tourengeher und Variantenfahrer sollten sich der Lawinengefahr bewusst sein», warnt Meteonews. Diese erhöhe sich durch den starken bis stürmischen Wind, der erwartet wird. Bereits zu Wochenbeginn herrsche nach den Schneefällen der letzten Tage aber erhebliche Lawinengefahr. 

Im Norden und Osten gebietsweise kritische Lawinensituation. Stand Montag, 8 Uhr.

Im Norden und Osten gebietsweise kritische Lawinensituation. Stand Montag, 8 Uhr.

Aufs Wochenende zeigt der Temperaturtrend wieder leicht nach oben, die Schneefallgrenze steigt gemäss Mitteilung voraussichtlich auf 700 bis 1000 Meter an. 

Erster Schnee sorgt für Verkehrsunfälle

Erster Schnee sorgt für Verkehrsunfälle (5. Januar)

Im Kanton Aargau kam es zu 20 Verkehrsunfällen. In Solothurn gab es fünf Unfälle und im Raum Zürich forderte die weisse Pracht rund 100 Kollisionen.

In der Nordwestschweiz wird es wohl in der Nacht auf Dienstag höchstens vereinzelt schneien. «Es wird wohl eher bei Regen bleiben», sagt Cédric Sütterlin von Meteonews auf Anfrage. Am Mittwochmorgen sollte man trotzdem vorsichtig sein: In erhöhten Lagen könnten die Strassen glatt werden.

Heftiger Schneefall in Deutschland

Akuter sieht die Situation derzeit bei unseren nördlichen Nachbarn aus. In den deutschen Alpen herrscht überall die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Freuen dürfen sich die Schulkinder im Süden Bayerns: In mehreren Landkreisen fällt am Montag an vielen Schulen der Unterricht aus. 

Behörden, Feuerwehr und Hilfskräfte dürften im Laufe des Tages vor allem versuchen, den Betrieb des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs wieder auf die Beine zu stellen. Wegen des starken Schneefalls war es in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Behinderungen gekommen. Am Montag gab es immer noch Beeinträchtigungen auf regionalen Bahnstrecken.(pd/lur/sam)

Anwohner freuen sich über Schnee

Anwohner freuen sich über Schnee (5. Januar)

Nebst dem Verkehrschaos und den Unfällen sorgt die weisse Pracht aber bei der Bevölkerung für viel Freude und verrückte Szenen.

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