Bis zu 130 Zentimeter Neuschnee
«Massiver Neuschneezuwachs» in den Bergen – Lawinengefahr steigt

Kaltluft sorgt diese Woche für weiteren Schneefall in der Schweiz. In den Bergen könnten es bis zu 130 Zentimeter Neuschnee werden. Entsprechend erhöht sich das Lawinenrisiko.

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Ein Mann bahnt sich im Kanton Tessin den Weg durch die Schneemassen.
20 Bilder
Schnee bis ins Flachland (05.01.2019)
Winter macht Spass.
Ein Kind mit die Schlitten geniesst den neuen Schnee auf dem Gurte
Kinder bauen auf dem Gurten einen Schneemann.
Ein auf dem Kopf stehender Schneemann auf dem Gurten
Eltern geniessen mit ihren Kindern den Neuschnee am Sonntag.
Der Schneefall hüllte das Naturparadies Klingnauer Stausee in eine weisse Schneepracht. Blick vom Kleindöttinger Ufer in Richtung Städtchen Klingnau.
Am Samstag schneite es bis ins Flachland.
Das Schneegestöber verwandelte die Schweiz in eine weisse Landschaft.
Der Rheinfall ist im Winter noch fast schöner als sonst.
Die Salzstreuwagen hatten viel zu tun.
Alles in weiss.
Der Rathaussteg in Luzern.
Mövenfüttern beim Schiffsteg am Bürkliplatz in Zürich.
Ein winterlicher Spaziergang am Rhein gefällt Hund und Frauchen.
Das Bundeshaus wurde auch eingeschneit.
Trotz dem starken Schneefall genossen viele die weisse Landschaft.
Doch es ka auch zu zahlreichen Unfällen auf der Strasse – wie hier im Kanton St. Gallen.
Selbst ein Salzstreuwagen erwischte es. Der Fahrer wurde beim Unfall im aargauischen Hägglingen leicht verletzt.

Ein Mann bahnt sich im Kanton Tessin den Weg durch die Schneemassen.

Keystone

In der Nacht auf Dienstag kommt es zu weiteren Schneefällen bis in tiefe Lagen, wie der Wetterdienst Meteonews zu Beginn der Woche mitteilt. Am Dienstagmorgen müssten Autofahrer daher mit Problemen im Berufsverkehr rechnen. Im Verlauf des Tages steige die Schneefallgrenze dann wegen auffrischender Winde auf 600 bis 800 Meter an, bevor sie in der darauffolgenden Nacht aufgrund kälterer Luft wieder bis ins Flachland sinken werde.

In den Zentral- und Ostschweizer Bergen ist gemäss Meteonews bis am Wochenende mit einem «massiven Neuschneezuwachs» zu rechnen. Bis am Sonntagabend seien Mengen zwischen 80 und 130 Zentimetern möglich. «Tourengeher und Variantenfahrer sollten sich der Lawinengefahr bewusst sein», warnt Meteonews. Diese erhöhe sich durch den starken bis stürmischen Wind, der erwartet wird. Bereits zu Wochenbeginn herrsche nach den Schneefällen der letzten Tage aber erhebliche Lawinengefahr.

Im Norden und Osten gebietsweise kritische Lawinensituation. Stand Montag, 8 Uhr.

Im Norden und Osten gebietsweise kritische Lawinensituation. Stand Montag, 8 Uhr.

Screenshot slf.ch

Aufs Wochenende zeigt der Temperaturtrend wieder leicht nach oben, die Schneefallgrenze steigt gemäss Mitteilung voraussichtlich auf 700 bis 1000 Meter an.

In der Nordwestschweiz wird es wohl in der Nacht auf Dienstag höchstens vereinzelt schneien. «Es wird wohl eher bei Regen bleiben», sagt Cédric Sütterlin von Meteonews auf Anfrage. Am Mittwochmorgen sollte man trotzdem vorsichtig sein: In erhöhten Lagen könnten die Strassen glatt werden.

Heftiger Schneefall in Deutschland

Akuter sieht die Situation derzeit bei unseren nördlichen Nachbarn aus. In den deutschen Alpen herrscht überall die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Freuen dürfen sich die Schulkinder im Süden Bayerns: In mehreren Landkreisen fällt am Montag an vielen Schulen der Unterricht aus.

Behörden, Feuerwehr und Hilfskräfte dürften im Laufe des Tages vor allem versuchen, den Betrieb des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs wieder auf die Beine zu stellen. Wegen des starken Schneefalls war es in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Behinderungen gekommen. Am Montag gab es immer noch Beeinträchtigungen auf regionalen Bahnstrecken.(pd/lur/sam)