Ägypten

Maximale Sicherheitsstufe: Edelweiss fliegt trotzdem nach Scharm el-Scheich

Schweizer Reiseveranstalter stornieren ihre Reisen nach Scharm el-Scheich nicht. (Archiv)

Schweizer Reiseveranstalter stornieren ihre Reisen nach Scharm el-Scheich nicht. (Archiv)

Die Anzeichen verdichten sich, dass Metrojet 9268 aufgrund eines Bombenanschlags über dem Sinai abstürzte. Grossbritannien und Irland haben alle Flüge von und nach Sharm El-Sheikh gestoppt.

Derzeit werde nach Wegen gesucht, Touristen vor Ort mit Sonderflügen zu evakuieren. Auch ein US-Regierungsvertreter äussert die Vermutung, wonach eine Bombe den Absturz verursachte, bei dem alle 224 Insassen ums Leben kamen.

Entgegen den Ankündigung der Lufthansa Group fliegt die Edelweiss weiterhin nach Scharm el-Scheich. In Übereinstimmung mit der Risikoeinschätzung des EDA will der Schweizer Ferienflieger seinen Flug vom Freitag durchführen, wie das Unternehmen mitteilte.

Die Lage werde von Edelweiss in Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden laufend beobachtet und beurteilt. Edelweiss werde sich weiterhin an den Reisehinweisen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) orientieren.

In den Reisehinweisen für Ägypten des Aussendepartements (EDA) wird der Absturz von Metrojet nicht spezifisch erwähnt. Allerdings heisst es mit Verweis auf Scharm el-Scheich:

«Reisende müssen sich bewusst sein, dass das Risiko von terroristischen Akten auch in den Badeorten im südlichen Sinai und auf den Zufahrtstrassen zu den Badeorten weiterhin besteht.»

Für das ganze Land bestehe das Risiko von Terroranschlägen. Von Reisen in die Badeorte im südlichen Sinai wird auf der EDA-Webseite weiterhin nicht abgeraten.

Am Nachmittag hatte die Lufthansa Group mitgeteilt, dass die Flüge von Eurowings und Edelweiss ans Rote Meer nicht durchgeführt würden.

Auf Anfrage der sda beharrte eine Konzernsprecherin auf der Annullation des Edelweissfluges vom Freitag.

Vermutungen über Bombe an Bord

Diverse Airlines verzichten derzeit auf Flüge ans Rote Meer. Unter anderem Gesellschaften aus Grossbritannien, Irland und den Niederlanden.

Grossbritannien geht davon aus, dass die Extremistengruppe Islamischer Staat hinter dem Absturz der russischen Passagiermaschine vom Samstag mit 224 Menschen an Bord steckt . Aus Sicherheitsgründen strich die Regierung in London alle Flüge von Grossbritannien nach Scharm el-Scheich, von wo aus die Maschine gestartet war.

Ägyptens Regierung wies die britischen Vermutungen über eine Bombe als Ursache für den Absturz des Passagierflugzeuges zurück. Die Ermittler hätten dafür bisher keinerlei Belege gefunden, sagte der ägyptische Minister für zivile Luftfahrt, Hussam Kamal, in Kairo.

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