Massiver Schaden

Nach Hausräumung: Demonstranten wüten in Bern und greifen die Polizei an

Die Demonstranten zogen mit Petarden durch die Stadt. Dabei griffen sie auch die Polizei an.

Die Demonstranten zogen mit Petarden durch die Stadt. Dabei griffen sie auch die Polizei an.

Nachdem sich die Berner Polizei fast den ganzen Mittwoch Scharmützel mit Hausbesetzern geliefert hatte, zogen am Abend rund 300 Demonstranten durch die Stadt. Der Saubannerzug richtete mehrere zehntausend Franken Schaden an.

Der Protestumzug lockte rund 300 Personen an, wie "Der Bund" berichtet. Sie protestierten gegen die Hausräumung an der Effingerstrasse, die die Polizei den ganzen Tag beschäftigt hatte: Am Morgen war es zu eigentlichen Gefechten gekommen: Die Besetzer beschossen die Polizei mit Feuerwerk, die Ordnungshüter wehrten sich mit Gummischrot.

Der Aufruf zum Umzug erfolgte auf Facebook. Die Demonstranten zogen von der Schützenmatte in Richtung Bierhübeli, Mittelstrasse, Länggasse und Hallerstrasse. Sie zündeten unterwegs Feuerwerkskörper, versprayten Wände, schlugen Telefonzellen ein und stahlen Reifen bei einer Garage. In der Hallerstrasse stoppte die Polizei den Saubannerzug schliesslich. Die Demonstranten bewarfen laut einer Polizeimitteilung die Einsatzkräfte mit Petarden, Feuerwerk, Steinen und mit Farbe gefüllten Gläsern. Verletzt wurde niemand.

Aus Sicherheitsgründen und um eine Fortsetzung in die Innenstadt zu verhindern, sperrte die Polizei die Achse Bollwerk – Lorrainebrücke für den Verkehr während zirka einer Stunde. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Franken. (mwa)

Bilder von der Hausräumung:

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