Bluttat von Salez
Nachbarn des Täters (†27) beschreiben ihn als stillen Aussenseiter

Der 27-Jährige, der in einem Zug bei Salez SG mit einem Messer und einer brennbaren Flüssigkeit Passagiere attackierte, soll im Fürstentum Liechtenstein gewohnt haben.

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Nach der Attacke im Zug bei Salez befinden sich noch immer fünf Personen im Spital.
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Noch am Samstag führten Beamte eine Hausdurchsuchung beim Täter durch. - Im Bild: Kriminaltechniker im Einsatz im Zug, in dem es am Samstag zur Tat kam.
Attacke von Salez
Im Zug im St. Galler Rheintal hatte ein 27-jähriger Schweizer sechs Zugpassagiere, darunter ein 6-jähriges Kind, mit einem Messer und brennbarer Flüssigkeit angegriffen.
Mehrere Opfer wurden schwerst verletzt.
Ein Opfer und der Täter schwebsten in Lebensgefahr.
Die Attacke ereignete sich am Samstag gegen 14.20 Uhr kurz vor dem Bahnhof Salez auf der Strecke zwischen Buchs und Sennwald
Ein Video zeigt, wie der mit einem Messer bewaffnete Beschuldigte, ein 27-jähriger Schweizer, eine brennbare Flüssigkeit ausschüttet. Durch das Entzünden der Flüssigkeit und durch das Messer wurden fünf Passagiere sowie der Beschuldigte selber verletzt.
Der Zug wurde wegen des Zwischenfalls in Salez gestoppt.
Das "Ereignis", wie die Polizei den Zwischenfall in ihrer Mitteilung umschreibt, hatte am Samstag einen Grosseinsatz von Rettungs- und Sicherheitskräften ausgelöst.
Arbeiter säubern am Bahnhof in Salez den Bahnsteig.

Nach der Attacke im Zug bei Salez befinden sich noch immer fünf Personen im Spital.

TeleM1

Der 27-jährige Mann, der am Wochenende in einem Zug bei Salez SG Passagiere attackierte, wohnte in einem Dorf im Fürstentum Liechtenstein. Er soll dort seit rund drei Jahren zur Untermiete gewohnt haben. Dies berichtet das Nachrichtenportal der Tageszeitung «Blick».

Nachbarn beschreiben den Täter als Einzelgänger. Ein Bekannter des jungen Mannes sagte gegenüber Blick: «Er war ein ruhiger, freundlicher Typ. Ich habe aber das Gefühl, dass er Probleme mit sich selbst hatte.»

Er sei oft alleine gewesen, habe zurückgezogen gelebt und keine Freunde gehabt. «Er war eigentlich ein lieber Kerl. Aber man merkte, dass er ein Leben lang gehänselt wurde», sagte der Bekannte weiter und beschrieb ihn als gescheiten Typ. Der Student an der Hochschule für Technik in Buchs SG soll bei einem Autozuliefer gearbeitet haben.

Nach einem Flammen-Angriff in einem Zug im St. Galler Rheintal sind am Wochenende der mutmassliche Täter und eines seiner Opfer gestorben. Fünf weitere Personen wurden verletzt. (luk/sda)