Atomendlager
Nagra schliesst die bisher umfassendste 3D-Analyse ab

Auf der Suche nach einem Standort für ein Atomendlager hat die Nationale Genossenschaft für Lagererung radioaktiver Abfälle (Nagra) die 3D-seismischen Messungen des Untergrunds in den Gebieten Jura Ost, Zürich Nordost und Nördlich Lägern abgeschlossen.

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Blick in den 50 Meter langen Stollen des Heizexperiments der Nagra im Felslabor Mont Terri: Hier wird untersucht, wie sich Wärme auf die Sicherheitsbarrieren auswirkt. (Archiv)

Blick in den 50 Meter langen Stollen des Heizexperiments der Nagra im Felslabor Mont Terri: Hier wird untersucht, wie sich Wärme auf die Sicherheitsbarrieren auswirkt. (Archiv)

Swisstopo/Comet Photoshopping

Die 51'000 Messpunkte lagen in 53 Gemeinden auf einer Fläche von 200 Quadratkilometern.

Es war in der Schweiz die bislang umfangreichste 3D-Seismik-Kampagne, wie die Nagra am Montag mitteilte. Die ersten Messungen hatten im Gebiet Jura Ost im Oktober 2015 stattgefunden.

Das Ziel der Arbeiten ist es, ein dreidimensionales Bild des Untergrundes zu gewinnen. Damit will die Nagra nach eigenen Angaben zuverlässige Aussagen über die Geologie und damit die Langzeitsicherheit eines Tiefenlagers für radioaktive Abfälle machen können.

130 Mitarbeitende des Messtrupps der Firma DMT waren an insgesamt 191 Tagen im Feld unterwegs gewesen. Sie verlegten 1,1 Millionen Kilometer Kabel. Von den 3999 betroffenen Grundstückbesitzern stimmten gemäss Nagra 98 Prozent der 3D-Messung zu.

Erst vor wenigen Tagen kritisierte Deutschland die Schweizer Informationspolitik zu Atommüll als "unzureichend".