Wetter

Orkanböen von über 130 km/h – Sturm bringt Kälte und Schnee

Aprilwetter im Januar: Erst regnet es stark mit Blitz und Donner, bevor dann Stürme das kalte Wetter in die Schweiz bringen. Die starken Regenfälle können an einzelnen Orten Bäche über Ufer treten lassen.

Stürmisches Wetter in der Schweiz: Orkanböen von um die 130 Stundenkilometern sind zwischen Montagmittag und Dienstagmorgen gemessen worden. Die heftigste Böe von 136 Stundenkilometern wurde auf Les Diablerets in der Waadt registriert. Das teilte SRF Meteo am Dienstag mit.

Aber auch an anderen Orten blies der Wind in Orkanstärke, also mit mehr als 117 Stundenkilometern (km/h): Auf dem Luzerner Hausberg Pilatus wurden 130 km/h gemessen, auf dem Säntis in der Ostschweiz 129 km/h und auf dem Bantiger bei Bern 127 km/h.

Steinschlag in Wohlhusen flutet Dorf

Jähes Erwachen am Montag in Wolhusen: Eine grosse Menge Sandstein stürzt in die Kleine Emme und diese flutet einen grossen Teil des Dorfes – die Anwohner sind den Tränen nahe.

Über grössere Schäden wurde bisher nichts bekannt. Bei der Berner Kantonspolizei gingen seit der Nacht auf Montag zwei Dutzend Meldungen ein, wie ein Sprecher am Dienstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur sagte. Einsatzkräfte entfernten an mehreren Orten Bäume, Äste, Steine und Geröll von der Strasse.

Etwas weniger heftig waren die Winde im Flachland: 103 km/h wurden in Neuenburg gemessen. Ursache des Sturmes ist ein Tief über der Nordsee. Der Sturm sollte noch bis zum Mittwochmittag andauern und ist auch mitunter ein Grund, dass der Winter Einzug hält.

Die Wetterprognosen fürs Mittelland vom Montagabend, 11. Januar 2016.

Die Wetterprognosen fürs Mittelland vom Montagabend, 11. Januar 2016.

Das Tiefdruckgebiet sorgt gegen Ende Woche auch für weisse Strassen im Flachland, wie MeteoNews mitteilt. Erste Flocken könnten "da und dort" im Flachland bereits am Dienstagabend fallen. Nach einer kurzen Beruhigung am Donnerstag wird es in der Nacht auf Freitag auch im Flachland Winter, wie man es sich vorstellt.

Derweil gab es in den Bergen der viel erwünschte Schnee. Im Wallis und in angrenzenden Alpengebieten ist die Lawinengefahr mittlerweile gross. Es gilt die vierte und damit die zweithöchste der fünf Gefahren-Warnstufen.

In den übrigen Gebieten der Alpen ist die Lawinengefahr erheblich - das entspricht der dritten der fünf Gefahrenstufen.

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