Man sehe "keinen Bedarf, eine Entscheidung zu treffen". Die Türen der EU-Kommission blieben aber weiterhin offen, sagte Sefcovic weiter. Zur Börsenäquivalenz selbst sagte der EU-Vizepräsident nichts.

Empfiehlt die EU-Kommission aber nicht explizit die Äquivalenz für die Schweizer Börse zu verlängern, dann läuft sie automatisch am 30. Juni aus.

Im Dezember 2017 hatte die EU die Äquivalenzanerkennung für die erstmals nur befristet gewährt und deren Verlängerung an Fortschritte bei den Verhandlungen zum Rahmenabkommen geknüpft. 2018 war diese erneut verlängert worden - bis 30. Juni diesen Jahres.

Nach der ersten befristeten Verlängerung hatte der Bundesrat Massnahmen für den Fall beschlossen, dass die EU die Anerkennung der Börsenäquivalenz nicht mehr verlängert.

Konkret wird eine neue Schweizer Anerkennungspflicht für ausländische Handelsplätze eingeführt, die Schweizer Aktien zum Handel zulassen. In diesem Fall würden EU-Handelsplätze diese Anerkennung nicht erhalten.