Bergunglück

Schon wieder: Im Monte-Rosa-Massiv stürzen zwei Bergsteiger ab

Wunderschön, aber nicht ohne Gefahren:  Der Gornergletscher (vorne) und hinten Teile des Monte-Rosa-Massivs. Auf dem Weg zur Dufourspitze (rechts) waren die drei Walliser Bergsteiger, die am Sonntag in den Tod stürzten. Unterwegs zum Pollux (links) starben heute zwei weitere Bergsteiger. (Archiv)

Wunderschön, aber nicht ohne Gefahren: Der Gornergletscher (vorne) und hinten Teile des Monte-Rosa-Massivs. Auf dem Weg zur Dufourspitze (rechts) waren die drei Walliser Bergsteiger, die am Sonntag in den Tod stürzten. Unterwegs zum Pollux (links) starben heute zwei weitere Bergsteiger. (Archiv)

Im Monte-Rosa-Massiv sind erneut zwei Bergsteiger abgestürzt. Es ist das zweite Bergdrama binnen 24 Stunden im Aostatal. Am Sonntag waren drei Walliser Bergsteiger von einer Lawine in den Tod gerissen worden. Die drei stammten aus der Region Sitten.

Über die Nationalität der Verunglückten vom Montagmorgen, gab es zunächst keine Angaben. Das Unglück hatte sich im Westen des Monte-Rosa-Massivs ereignet.

Die beiden verunglückten Bergsteiger befanden sich auf dem Weg zum Gipfel des 4092 Meter hohen Pollux, als sie abstürzten. Sie sollen nach Angaben der italienischen Bergrettung auf einer Eisplatte ausgerutscht, mehrere hundert Meter in die Tiefe gestürzt und gegen Felsen geprallt sein. Die Leichen wurden von einem Bergführer gesichtet, der die Rettung alarmierte.

Gemäss der italienischen Nachrichtenagentur Ansa ist die Route, auf der sich das Unglück ereignete, in dieser Jahreszeit unter Bergsteigern beliebt.

Verunglückte stammten aus Sitten

Bereits am Sonntag waren drei Schweizer Bergsteiger am Monte Rosa in den Tod gestürzt. Am Montag wurde bekannt, dass die drei Verstorbenen aus der Region Sitten im Kanton Wallis stammten.

Wie die Regionalzeitung "Nouvelliste" berichtete, gehörten die Verunglückten den beiden Sektionen Montana-Vermala und Sitten des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) an. Der Präsident der SAC-Sektion Montana-Vermala, Xavier Robyr, bestätigte diese Information am Montag.

Die Alpinisten gehörten gemäss einem Sprecher der Bergrettungsorganisation im Aostatal einer Seilschaft von insgesamt acht Personen an. Die Seilschaft wollte die Dufourspitze besteigen, wie SAC-Sektionspräsident Robyr sagte. Die drei Männer stürzten am Sonntagmorgen beim Aufstieg zur Zumsteinspitze ab, nachdem sich grosse Schneemassen losgelöst hatten. Die Lawine riss sie 800 Meter in die Tiefe.

Das Unglück ereignete sich auf der Südseite des Monte-Rosa-Massivs. Wann die Leichen der drei Männer geborgen werden können war am Montag noch offen, da die Gefahr weiterer Lawinenabgänge in der Region nach wie vor zu gross war.

Der Monte Rosa liegt an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Sein Hauptgipfel, die 4634 Meter hohe Dufourspitze, liegt in der Schweiz.

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