Mann mit Sturmmaske

«Schummel-Vermieter» klaut auch Logo bei Winterthurer Autofirma – der jetzt die Aufträge ausgehen

Lastwagen-Vermieter R. S. kam mit Sturmmaske aus der Wohnung zum «Kassensturz»-Reporter zurück

Lastwagen-Vermieter R. S. kam mit Sturmmaske aus der Wohnung zum «Kassensturz»-Reporter zurück

Der Bülacher Autovermieter R. S. führte mit tiefen Preisen und hohen Rechnungen seine Kunden hinters Licht. Das Logo für seine Firma kopierte er von einem Winterthurer Autovermieter. Dieser bekommt jetzt wütende Anrufe.

Heinz Allmann ist wütend. Dem Winterthurer Lieferwagen-Vemieter mit tadellosem Leumund gehen die Verträge aus, seine Kunden sind misstrauisch, und Allmann muss sich dauernd erklären. Grund ist die Affäre um den Lieferwagen-Vermieter R. S. (Name der Redaktion bekannt), der Kunden mit falschen Offerten hinters Licht führte.

S. kommt mit Sturmmaske aus der Wohnung zurück.

Als ihn «Kassensturz» mit den Vorwürfen konfrontieren will, greift S. einen TV-Reporter an.

«Kassensturz», 26.4.2016

Zu diesem Zeitpunkt war Heinz Allmann zum ersten Mal aufgefallen, dass S. das Logo von Allmans Firma übernommen hatte und für seine Vermietung verwendete. «Freunde und Kunden sprachen mich darauf an. Wir haben rund 70 Fahrzeuge und auf allen ist das Logo, das S. geklaut hatte», sagt Allmann. Der Winterthurer Unternehmer liess das Logo, ein Schlüssel mit rotem, beschrifteten Anhänger, vor rund zehn Jahren designen.

Mit niedrigen Preisen lockte S. im Internet

Mit niedrigen Preisen lockte S. im Internet

Mit dem «Kassensturz»-Beitrag über S. wurde Allmanns Logo dann auch noch in die ganze Schweiz ausgestrahlt. «‹Ihr seid im Fernsehen›, haben mir die Leute gesagt. Jetzt muss ich ständig erklären, dass wir eine seriöse Firma sind, weil die sonst denken, wir seien die Glünggis», beklagt sich Allmann. «Die Aufträge gingen bereits massiv zurück», sagt er.

Der Winterthurer Autovermieter hat Strafanzeige eingereicht und versucht, die Website von S. sperren zu lassen. Gegen diesen läuft bereits ein Verfahren wegen Drohung, Betrug und Irreführung der Rechtspflege. Die Polizei ermittelt wegen mehrfachen Vergehen gegen das Waffengesetz. S. war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. 

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1