Stromproduktion

Schweizerischer Fischerei-Verband gegen «Wasserkraftwerk-Wahn»

Auch das Nadelwehr in Luzern wird gegen ein Wasserkraftwerk ersetzt (Archiv)

Auch das Nadelwehr in Luzern wird gegen ein Wasserkraftwerk ersetzt (Archiv)

Der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV) will mit einer Petition gegen den «Wasserkraftwerk-Wahn» vorgehen, wie er schreibt. Er kritisierte die «bedenkenlose Euphorie» für Kleinwasserkraftwerke.

Die Bittschrift an Bundesrat, Parlament und Kantone lancierte der Verband an der Delegiertenversammlung in Frutigen BE. Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien wirke wie ein "verführerisches Gift", kritisierte er.

Landauf, landab würden Wasserkraftwerke geplant, die ohne KEV nicht rentieren würden, wurde SFV-Präsident Roland Seiler in der Mitteilung zitiert. 90 Prozent der für die Energiegewinnung in Frage kommenden Fliessgewässer würden bereits genutzt, sagte er unter Berufung auf Zahlen des Bundesamtes für Umwelt (BAFU).

Die Petition verlangt namentlich, dass an ökologisch oder touristisch wertvollen Gewässern sowie Gewässern keine Wasserkraftwerke erstellt werden dürfen. Die Anlagen sollen zudem nur ab einer bestimmten Leistung KEV-Gelder bekommen und die Betreiber sollen eine Abgabe für Ersatzmassnahmen leisten müssen.

Seine Volksinitiative "Lebendiges Wasser" für den Erhalt der Fischbestände zieht der Fischerei-Verband unter der Bedingung zurück, dass es gegen das revidierte Gewässerschutzgesetz kein Referendum gibt. Diese Revision hatte das Parlament als indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative beschlossen. Bisher ist kein Referendum bekannt.

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