Kirche

Schwulen-Dachverband zeigt Bischof Huonder an

Der Schweizer Dachverband der Schwulen reicht Strafanzeige gegen Bischof Vitus Huonder ein. Auslöser der Strafanzeige ist ein Referat, das der Churer Bischof Ende Juli gehalten und in dem er sich vehement gegen Homosexualität ausgesprochen hatte.

«Die Rede von Bischof Vitus Huonder ist in unseren Augen eine öffentliche Aufforderung zu Verbrechen und damit strafbar», begründet Pink-Cross-Präsident Bastian Baumann den Schritt gegenüber der «NZZ am Sonntag». Am Montag will der Schweizer Dachverband der Schwulen eine Strafanzeige gegen Bischof Vitus Huonder einreichen. Auslöser der Strafanzeige ist ein Referat, das der Churer Bischof Ende Juli an einem Kongress in Deutschland gehalten hatte.

Huonder hatte in einer längeren Rede zum Thema Familie Bibelstellen aus dem Alten Testament zitiert, wonach Beischlaf unter Männern mit dem Tode bestraft gehöre: «Ihr Blut soll auf sie kommen», zitierte er aus dem Buch Levitikus. Andere Schweizer Kirchenvertreter kritisieren die Haltung Huonders. Der St. Galler Bischof Markus Büchel etwa rief zu einem unvoreingenommenen Umgang mit Homosexuellen auf.

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