Verschüttet

Solothurnerin durch Steinschlag im Gadmertal tödlich verletzt

Bei einem Steinschlag in Gadmen BE an der Anfahrt zum Sustenpass ist am Samstagmorgen eine Frau aus dem Kanton Solothurn tödlich verletzt worden. Mehrere Personen mussten mit einem Helikopter ausgeflogen werden.

Zu dem Steinschlag kam es kurz vor 10.40 Uhr im Gadmertal im Bereich der Triftbrücke, wie eine Sprecherin der Berner Kantonspolizei sagte. Der Steinschlag löste einen Grosseinsatz aus, weil zu dem Zeitpunkt viele Menschen in der Region am Wandern waren.

Nach ersten Erkenntnissen war eine Frau mit einer männlichen Begleitperson von der Triftbrücke herkommend auf einem Bergwanderweg in Richtung Trifthütte unterwegs, als sich der Steinschlag ereignete. Die Frau wurde von den Felsmassen verschüttet, wie die Kantonspolizei Bern am Samstagabend mitteilte. Bei der Toten handelt es sich gemäss der Onlineausgabe des «Blick» um eine im Kanton Solothurn wohnhafte 45-Jährige. Sie war offenbar mit ihrem Mann in der Trifthütte als Gäste angemeldet.

Als sich über den beiden mehrere Tonnen Gestein lösten, hatte die Frau keine Chance. Sie wurde verschüttet. «Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort», sagt Gemeindepräsident Walter Brog gegenüber «Blick». Das Gestein – eine bislang kompakte Felspartie – habe sich laut Geologen nicht wegen Permafrosts gelöst. 

Trotz sofort eingeleiteten Rettungsmassnahmen durch eine Crew der Air-Glaciers vor Ort, konnte nur noch der Tod der Frau festgestellt werden. Ihr Begleiter blieb nach aktuellem Kenntnisstand unverletzt. Er wurde von der Rega ausgeflogen.

Ein Abschnitt des Bergwanderweges wurde durch den Steinschlag verschüttet. Der Weg musste aus Sicherheitsgründen für mehrere Stunden gesperrt werden. Mehrere Personen, die talwärts in Richtung Triftbrücke unterwegs waren, mussten mit dem Helikopter ausgeflogen werden. Wie die Kantonspolizei weiter mitteilte, konnte der Weg nach Abklärungen durch Geologen inzwischen wieder geöffnet werden. (sda/nch)

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