Hornerfeld

Startschuss für Grossüberbauung auf Hornerfeld

Spatenstich auf dem Hornfeld in Lenzburg

Spatenstich auf dem Hornfeld in Lenzburg

Im Beisein zahlreicher Mitarbeiter feierte die Lebensmittelfirma Hero im Lenzburger Hornerfeld den Spatenstich ihres neuen Konfitürenfabrikations- und Verwaltungsgebäudes.

Fritz Thut

Gestärkt von einem Apéro im Berufsschul-Restaurant «time out» am frühen Freitagabend wohnten zahlreiche Hero-Mitarbeiter dem von den Verantwortlichen vollzogenen Spatenstich des neuen Fabrik- und Administrationsgebäudes bei. Dabei liess sich niemand von den kühlen Temperaturen und dem einsetzenden Schneesturm verdriessen.

Für rund 20 Millionen Franken entsteht am Stadtrand von Lenzburg, am Autobahnzubringer in der Nähe der Berufsschule, bis im Frühling 2011 ein zweigeteilter Neubaukomplex, in dem nicht nur die Konfitürenproduktion konzentriert werden soll, sondern auch der Verwaltungssitz der Hero Schweiz und des Gesamtkonzerns untergebracht sein wird.

Bekenntnis zum Gründungsort

Bevor im Hornerfeld zur symbolischen Tat geschritten wurde, wurden die Spatenstichteilnehmer mit Informationen in der Berufsschul-Aula darüber informiert, was in den nächsten Monaten entsteht. Der seit diesem Monat als General Manager Hero Schweiz amtierende Richard Werder skizzierte die Entstehungsgeschichte und betonte, dass der Umzug vom Zentrum an die Peripherie des Gründungsortes keineswegs ein Selbstläufer gewesen sei; es habe viele, auch monetäre, Argumente gegeben, den Firmensitz und erst recht die Produktionsanlage ins Ausland zu verlegen.

Der Entscheid für den Neubau im Hornerfeld entspreche einem Bekenntnis von Besitzer Arend Oetker zum Standort Schweiz und zum Standort Lenzburg, fuhr Werder fort. Hier habe man auch den nötigen Rückhalt bei Stadt und Kanton gefunden. Die äusserst speditive Umzonung des bisherigen Landwirtschaftslandes im Hornerfeld («auch zustande gekommen durch den Verzicht der Bevölkerung auf ein Referendum») habe diesen Schritt gerechtfertigt.

Architektur passt sich Thema an

Mit den zwei Gebäuden, die gemäss Architekt Christian Frei an eine Schachtel mit Portionenkonfitüren und ein Konfiglas erinnern sollen, wolle man «ein neues Wahrzeichen am Stadtrand» setzen, so Werder, der die Gelegenheit nutzte, sich seinen Mitarbeitern etwas ausführlicher vorzustellen: Er arbeitet seit zehn Jahren beim Nahrungsmittelkonzern, jedoch die letzten fünf Jahre in verschiedenen Funktionen in Ägypten.

Das Stichwort Wahrzeichen nahm Stadtammann Hans Huber noch so gerne auf: «Hero gehört zu Lenzburg wie das Schloss.» Er sei glücklich, dass nun der Spatenstich erfolge und feststehe, dass die Konfitüre mit Aufdruck «Hero Lenzburg» «unsere Stadt weiter in alle Welt bringen wird». Es sei «nicht selbstverständlich», dass sich die Firmenleitung für Lenzburg entschieden habe.

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