Minarett
Streit um Fahne bei Minarett-Einweihung – Kantonsbeauftragter lädt sich aus

Wenn am Samstagnachmittag in Wangen bei Olten das Einweihungsfest für das umstrittene Minarett über die Bühne geht, wird ein wichtiger Gast nicht dabei sein. Albert Weibel, Integrationsbeauftragter des Kantons Solothurn, hat seine Teilnahme erzürnt abgesagt. Der Grund ist eine Fahne.

Merken
Drucken
Teilen
Graue Wölfe Graue Wölfe ist laut Wikipedia die Bezeichnung für Mitglieder der rechtsextremen türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), die 1961 gegründet wurde. Symbol der Partei ist eine Fahne mit drei Halbmonden. Als paramilitärischer Arm der MHP haben Graue Wölfe die Militäroffensive der türkischen Regierung gegen die kurdische PKK unterstützt. Ende der 70er-Jahre hatten die Kommandos der Grauen Wölfe die meisten politischen Morde in der Türkei zu verantworten. Mehmet Ali Ağca, der das Attentat 1981 auf Papst Johannes Paul II. beging, war Mitglied der Grauen Wölfe.

Graue Wölfe Graue Wölfe ist laut Wikipedia die Bezeichnung für Mitglieder der rechtsextremen türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), die 1961 gegründet wurde. Symbol der Partei ist eine Fahne mit drei Halbmonden. Als paramilitärischer Arm der MHP haben Graue Wölfe die Militäroffensive der türkischen Regierung gegen die kurdische PKK unterstützt. Ende der 70er-Jahre hatten die Kommandos der Grauen Wölfe die meisten politischen Morde in der Türkei zu verantworten. Mehmet Ali Ağca, der das Attentat 1981 auf Papst Johannes Paul II. beging, war Mitglied der Grauen Wölfe.

Pressedienst

Über 20 Mal habe Albert Weibel laut Radio DRS die Moscheeleitung in Wangen bei Olten versucht zu überzeugen, die Fahne des Anstosses abzuhängen. Doch ohne Erfolg. Noch heute hängt die Fahne mit dem Symbol der «Grauen Wölfe» (siehe Kasten) über dem Eingang zur Moschee.

Weibel gegenüber Radio DRS: «Das Symbol der Grauen Wölfe ist ein rechtsextremes Symbol. Im Namen der ‹Grauen Wölfe› sind zum Beispiel einmal 5000 Menschen ermordet oder gefoltert worden. Dies schrieb der Schweizer Staatsschutz vor drei Jahren. Unter diesen Umständen können wir nicht am Einweihungsfest teilnehmen.»