Flüchtling Boris Awume droht Ausschaffung
Togoer Flüchtling vorläufig nicht ausgeschafft

In Solothurn demonstrierten diverse Personen für ein Bleiberecht des Togoer Flüchtlings Boris Awume. Ihm droht die Ausschaffung. Er konnte sie abwenden - vorerst.

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Der 32-jährige in Solothurn wohnhafte Flüchtling Boris Awume aus Togo wurde am Dienstag nicht aus der Schweiz ausgeschafft. Als er von den Behörden nach Genf verfrachtet wurde, weigerte er sich, das Linienflugzeug in Genf zu besteigen.

Awume absolviert an der Höheren Fachschule für Technik in Grenchen eine Ausbildung zum Informatiker. Jetzt droht dem bestens integrierten Asylanten die Zwangsausschaffung mittels eines Sonderflugs.

Awume macht geltend, er werde in Togo politisch verfolgt und sei bei einer Rückkehr vom Tod bedroht. Togo ist ein Diktatoren-Staat, der seit Jahren von einem Clan mit eiserner Hand regiert wird.

Trotzdem entschied das Solothurner Amt für Migration, dass Awume augeschafft gehört. Er appellierte deswegen an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg, der Ausgang ist offen. (cbk)