"Es wäre wichtig, wenn künftig asyl- und europapolitisch kritische Stimmen am Regierungstisch Platz nehmen könnten", sagte Brunner. Dass die SVP zwei Sitze im Bundesrat für sich beanspruchen müsse, stehe ausser Frage. "Es gibt nichts, dass mehr legitimiert wäre als das." Alles andere würden die Wähler nicht verstehen. Nun könne seine Partei mehr Verantwortung übernehmen. 

Spannte ihr Publikum gehörig auf die Folter, war sichtlich nervös und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gibt ihren Rücktritt bekannt.

Spannte ihr Publikum gehörig auf die Folter, war sichtlich nervös und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gibt ihren Rücktritt bekannt.

Die Zeit der Spielchen sei vorbei, sagte Brunner. "Die Bundesversammlung hat nun die Chance, wieder der Konkordanz nachzuleben." Der Nichtwiederantritt von Widmer-Schlumpf sei "eine Entkrampfung der Schweizer Politik".

Brunner unterstrich, dass sich am internen Wahlprozess der SVP nichts ändere. Das heisst: Die Findungskommission setzt sich bis zum 14. November mit verschiedenen Kandidaturen auseinander. Voraussichtlich am 20. November wird die SVP-Fraktion ein Zweierticket nominieren.

"Es braucht Persönlichkeiten, die führen und bereit sind, sich den schwierigen Dossiers anzunehmen." Die Herkunft spiele eine Rolle, sei aber nicht die zentrale Frage. "Es ist aber gut möglich, dass wir mit Kandidaten aus verschiedenen Sprachregionen antreten."

Er sei definitiv kein Kandidat, wiederholte Brunner. Und: Der amtierende SVP-Bundesrat Ueli Maurer habe immer betont, dass er für eine weitere Legislatur zur Verfügung stehe.

"Der Volkswille muss ernst genommen werden - die SVP will zwei Sitze im Bundesrat", sagt Parteipräsident Toni Brunner zum SVP-Wahlsieg.

"Der Volkswille muss ernst genommen werden - die SVP will zwei Sitze im Bundesrat", sagt Parteipräsident Toni Brunner zum SVP-Wahlsieg am Wahlsonntag.