Aufruf

Trotz Covid-19-Pandemie: Genug Ambulanzen und freie Plätze in Schweizer Notfallstationen

Notfallübung im Simulationszentrum des Universitätsspital Zürich mit einer programmierten Puppe.

Notfallübung im Simulationszentrum des Universitätsspital Zürich mit einer programmierten Puppe.

Die Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin ruft die Bevölkerung dazu auf, bei Krankheitssymptomen auch während der Coronakrise eine Ambulanz anzufordern und das Spital aufzusuchen.

(sat) Zu spätes Handeln – zum Beispiel bei einem Herzinfarkt oder bei Knochenbrüchen – könne sich fatal auswirken, begründete die Schweizerische Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin (SGNOR) ihren Aufruf am Samstag in einer Mitteilung. Vordringliches Ziel sei es, Langzeitschäden zu vermeiden. Trotz der Covid-19-Pandemie gebe es in den Rettungsdiensten und auf den Notfallstationen in der Schweiz nämlich genügend Kapazitäten, hält die SGNOR fest.

Seit Ausbruch der Coronapandemie stellen die Spezialistinnen und Spezialisten für klinische Notfall- und Rettungsmedizin laut SGNOR einen Rückgang der Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten fest. Statistisch sei dieser zwar noch nicht belegbar, sorge bei Notfallmedizinern aber dennoch bereits für Stirnrunzeln.

Die SGNOR ruft die Bevölkerung darum explizit dazu auf, auch zu Coronazeiten die Notfall-Einrichtungen aufzusuchen oder einen Rettungsdienst zu rufen. Dies insbesondere bei Brustschmerzen, Atemnot, Lähmungen oder allgemeiner Schwäche. Die Notfallstationen in der Schweiz «seien sehr gut aufgestellt» und darauf vorbereitet, alle medizinischen Probleme «kompetent und in Ruhe anzugehen».

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