Das teilte die bernische Volkswirtschaftsdirektion am Mittwoch mit. Damit hat das Vogelgrippevirus nach dem Boden-, dem Genfer- und dem Neuenburgersee einen weiteren grossen Schweizer See erreicht.

Erst am Dienstag hatte der Bund bekanntgegeben, er verstärke angesichts der Ausdehnung der Vogelgrippe die Massnahmen und weite das Kontrollgebiet auf die ganze Schweiz aus. Dem Bund geht es darum, den Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel zu verhindern.

Deshalb müssen Geflügelhalter beispielsweise ihre Hühner neu in einem gegen aussen geschlossenen Stall füttern. Falls sich diese Vorgabe nicht einhalten lässt, müssen die Tiere in geschlossenen Räumen oder in Ställen mit einem dichten Dach und seitlichen Begrenzungen untergebracht werden.

Erstmals aufgetaucht ist die Vogelgrippe des Typs H5N8 vor rund zehn Tagen am Bodensee. Dort verendeten bislang 80 Wildvögel, hauptsächlich Reiherenten. Die hochansteckende Krankheit wird von Zugvögeln verschleppt, die auf der Reise in ihre Winterquartiere Zwischenhalte einlegen.

Am Wochenende wurden zwei Fälle am Genfersee nachgewiesen und seither gibt es auch Fälle am Neuenburgersee.

Wegen Vogelgrippe: Wildhüter auf dem Kontrollrundgang

Wegen Vogelgrippe: Wildhüter auf dem Kontrollrundgang

Wildhüter Mirko Calderara macht am Bodensee Kontrollrundgänge wegen der Vogelgrippe. Er sucht die Region nach toten oder kranken Vögeln ab, nimmt Proben von Vögeln und entsorgt Kadaver.