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Wegen Weihnachtsfeiern: Wallis registriert wieder Anstieg bei Coronazahlen

Im Kanton Wallis sind über die Feiertage die Neuansteckungen mit dem Coronavirus wieder angestiegen. Die zuständige Regierungsrätin sieht aber keinen Zusammenhang mit dem Skitourismus.

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Der neuerliche Anstieg der Fallzahlen geht gemäss der Walliser Gesundheitsdirektorin nicht auf den Wintersport zurück. (Symbolbild)

Der neuerliche Anstieg der Fallzahlen geht gemäss der Walliser Gesundheitsdirektorin nicht auf den Wintersport zurück. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Die Kurve der Neuinfektionen steigt im Wallis wieder an. In den vergangenen fünf Tagen verzeichnete der Kanton 620 Coronafälle, wie der «Walliser Bote» am Dienstag berichtet. Das entspreche einem Durchschnitt von 125 Fällen pro Tag. Zudem seien seit dem 30. Dezember elf Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung gestorben.

Gemäss der Walliser Gesundheitsdirektorin geht der erneute Anstieg der Fallzahlen aber nicht auf den Skitourismus zurück. «Die Gäste im Wallis sind mehrheitlich wieder abgereist», sagte Esther Waeber Kalbermatten in einem am Dienstag publizierten Interview mit Radio Rottu Oberwallis. Zudem tauchten Feriengäste, die das Wallis für einen Skitag besuchten und sich anschliessend in ihrem Heimatkanton testen liessen, nicht in der Statistik des Kantons auf.

Ungewissheit über tatsächliche Fallzahlen

Vielmehr sieht Waeber Kalbermatten den Grund für den Anstieg darin, dass sich die Menschen über die Festtage wieder mehr zusammengefunden hätten und so mehr Bewegung unter der Bevölkerung geherrscht habe. Die Walliser Gesundheitsdirektorin fügt jedoch hinzu: «Es herrscht eine Ungewissheit über die tatsächliche Zahl der Infizierten, weil sich über die Festtage viel weniger Leute testen liessen.»

Zudem stellte die Gesundheitsdirektorin fest, dass wieder mehr Personen mit Covid-Erkrankungen in den Spitälern des Wallis aufgenommen werden mussten.