Kurios

Wirbel nach Dorftheater: Zuschauerin glaubte, eine der Requisiten sei ihre gestohlene Halskette

Während einer Aufführung des Dorftheaters erschrak eine Zuschauerin, als sie auf der Bühne eine goldene Halskette entdeckte. Sie war überzeugt, es handle sich um ein Schmuckstück, das ihr gestohlen worden war.

Vor einem Jahr wurden der Frau aus dem Rheintal (Name der Redaktion bekannt) einige wert­volle Schmuckstücke gestohlen. Darunter auch eine wertvolle, goldene Kette mit einem Stein. Wie die Frau am Telefon erklärt, habe sie ei­niges unternommen, um ihren Schmuck wiederzufinden.

Sie habe schweizweit zahlreiche Altgoldhändler kontaktiert, leider ohne Erfolg. Sie habe sich mit der Situation bereits abgefunden, als sie bei der Aufführung des Dorftheaters Widnau auf der Bühne plötzlich eine Kette entdeckte. «Ich war vollkommen sicher, dass es meine gestohlene Kette ist», erinnert sie sich.

Theatercrew stand zu keiner Zeit unter Verdacht

Nach der Aufführung wandte sie sich mit ihrer Vermutung an den Vereinspräsidenten. Dieser zeigte sich entsetzt. Im ersten Moment dachte er, sie verdächtige eines der Theatermitglieder, die Kette gestohlen zu haben und wollte die Angelegenheit durch die Polizei klären lassen. «Er hat mir nicht getraut», sagt die Frau.

Erst als sie ihm auf einem Foto die Kette zeigte, durfte sie das «Corpus Delicti» begutachten. Sofort sei klar gewesen, dass es nicht ihre Kette ist, sondern dass es sich bei der Requisite lediglich um Modeschmuck handelt.

Ein wenig enttäuscht sei sie gewesen, denn sie dachte, eine Spur zum Dieb gefunden zu haben. Nie habe sie die Theatercrew in Verdacht gehabt. Ihre Vermutung war eher, dass dem Täter die Kette nicht gefallen habe und er sie dem Theaterverein geschenkt hatte. In diesem Fall hätte vielleicht der ganze Schmuck gefunden werden können.

Mit Schrecken erinnert sich Bruno Zahnd, Präsident des Dorftheaters, an das Mail der Zuschauerin. Er sagt:

Ausserdem ha­be das Dorftheater nur Modeschmuck in seinem Fundus. Er erklärte sich aber sofort bereit, die Sache aufzuklären. Vorher wollte er aber genauere Anga­ben zum Schmuck haben. «Es kann jeder einfach behaupten, es sei sein Schmuck», so Bruno Zahnd.

Weil er dann eine längere Zeit im Ausland weilte, musste die Angelegenheit einen Monat ruhen. Kürzlich konnte sie dann doch noch vollständig aufgeklärt werden. Nachdem die Frau ihm Fotos und den Polizeirapport vorgelegt hatte, war er bereit, sich mit ihr zu treffen, damit sie die «Theaterkette» begutachten konnte. Sofort war klar: Es handelte sich hier um ein Missverständnis. «Hätte sich herausgestellt, dass der Schmuck der Frau gehört, hätte ich sofort die Poli­zei eingeschaltet», sagt Bruno Zahnd. Schmunzelnd ergänzt er:

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