Schweizerisches Rotes Kreuz

Zahl der Blutspenden sinkt wegen Corona-Virus – Vorerst keine Engpässe

Trotz des Corona-Virus sind Blutspenden weiterhin möglich (Symbolbild).

Trotz des Corona-Virus sind Blutspenden weiterhin möglich (Symbolbild).

Seit der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus sind die Blutspenden schweizweit um fast 30 Prozent zurückgegangen. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) gibt jedoch Entwarnung für Spender und Patienten.

(sku) Weil es derzeit keine Anhaltspunkte gebe, dass Corona-Viren über das Blut übertragen werden, seien Blutspenden trotz der anhaltenden Pandemie unbedenklich, betonte SRK-Kommunikationsleiterin Franziska Kellenberger auf Anfrage von CH Media. Zudem seien Blutspendeaktionen vom Veranstaltungsverbot des Bundesrats ausgenommen und könnten folglich weiterhin stattfinden.

Einschränkungen gelten einzig für Personen mit Erkältungs- oder Grippesymptomen: Sie dürfen nicht Blut spenden. Zudem werden Corona-Verdachtsfälle für zwei Wochen gesperrt und einstige Corona-Patienten erst einen Monat nach ihrer Genesung wieder zugelassen.

«Wenn bei eine Person nach der Blutspende typische Corona-Symptome, wie hohes Fieber, gefolgt von Husten und Kurzatmigkeit, auftreten, muss sie dies unverzüglich melden», sagte Kellenberger. Noch nicht transfundierte Blutprodukte könnten in diesem Fall zurückgerufen werden.

Bei einem Engpass werden Spender aufgerufen

Seit dem Ausbruch des Corona-Virus in Europa haben die Blutspenden um rund 30 Prozent abgenommen. «Ich vermute, dass dieser Rückgang auf die Unsicherheit der Spender zurückzuführen ist», erklärte Kellenberger. Trotzdem befürchtet das SRK vorerst keinen Engpass.

Sollten sich die Blutreserven dennoch dem Ende zuneigen, werden die regionalen Blutspendedienste ihre Spender direkt aufrufen. «Aufgrund der aktuellen Lage verschieben Spitäler zudem nicht dringend Operationen, sodass der Blutbedarf sinkt», so Kellenberger. Somit werde der Bestand an Blutreserven gesichert.

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