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«Zu warm und im Norden massiv zu trocken»: Der November wurde erst spät kalt

Gefrorenes Laub am Sonntag, 18. November 2018, in Castrisch. Nach einem sehr milden Herbst sind die Temperaturen dieser Tage erstmals unter den Gefrierpunkt gefallen.

Gefrorenes Laub am Sonntag, 18. November 2018, in Castrisch. Nach einem sehr milden Herbst sind die Temperaturen dieser Tage erstmals unter den Gefrierpunkt gefallen.

In der ersten Monatshälfte war es im Norden deutlich zu warm, in der zweiten Monatshälfte hingegen dominierten Nebel und Hochnebel. Auch in den kommenden Tagen ist mit eher grauem und teilweise auch nassem Wetter zu rechnen.

«Auch der November 2018 wird in der Bilanz zu warm und im Norden massiv zu trocken ausfallen», teilt der private Wetterdienst Meteonews am Montag mit. Im Vergleich zur Periode von 1981 bis 2010 sei an verschiedenen Messstationen mit einem Temperaturüberschuss von eins bis drei Grad Celsius zu rechnen.

Besonders in der ersten Monatshälfte hätten im Norden der Schweiz sehr stabile, milde und trockene Wetterbedingungen geherrscht, heisst es in der Mitteilung weiter. Und bisher seien zum Teil lediglich zwei bis vier Prozent des für den November üblichen Niederschlags gefallen. «Dieses Defizit wird bis zum Monatsende nicht ausgeglichen werden.»

Im Gegensatz dazu sorgte in der Südschweiz eine ausgeprägte und langanhaltende Südstaulage für viel Regen, wie die Meteorologen weiter berichten. Dort werde es deshalb einen deutlichen Niederschlagsüberschuss geben. «Als Folge dieser Südstaulage blies in den Alpentälern ein teils kräftiger Föhn geblasen, der die Temperaturen lokal in den warmen Bereich steigen liess.» So konnten in Giswil OW am 1. November frühlingshafte 23.2 Grad und in Altenrhein SG am 6. November 22.0 Grad gemessen werden.

In der zweiten Monatshälfte sank das Temperaturniveau gemäss Meteonews deutlich ab und der Hochnebel drang zwischendurch bis in die Alpentäler vor. Deswegen falle die Bilanz der Sonnenscheindauer voraussichtlich an verschiedenen Stationen im Flachland negativ aus. «Über der Nebelgrenze, sowie in den Föhntälern hingegen herrschten häufig recht sonniges Wetter und milde Temperaturen.»

In den letzten Novembertagen erwarten die Meteorologen weiterhin Nebel oder Hochnebel, sowie teilweise dichtere Wolken. Dazu werde es gelegentlich etwas Niederschlag geben. In den höheren Lagen rechnen sie mit Schneeflocken. «Für Schnee im Flachland wird es nicht reichen. Dafür sind die Temperaturen zu hoch.» (pd/dvm)

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