Bergdrama

Zweiter Absturz am Monte-Rosa-Massiv: Zwischenfall rettete dem dritten Bergsteiger das Leben

Unterwegs zum Pollux (rechts) starben heute zwei weitere Bergsteiger. (Archiv)

Unterwegs zum Pollux (rechts) starben heute zwei weitere Bergsteiger. (Archiv)

Am Grenzgrat zwischen der Schweiz und Italien stürzten am Sonntagabend oder heute Morgen zwei deutsche Bergsteiger auf die italienische Seite in den Tod. Doch ursprünglich waren sie zu dritt unterwegs.

Zwei Bergdramen in kürzester Zeit: Bereits am Sonntag kamen am berühmten Monte-Rosa-Massiv in der Nähe der Dufourspitze drei Schweizer Bergsteiger ums Leben. Dies, weil eine Wechte einbrach, als sie sich auf dem Weg zwischen der Signalkuppe und der Zumsteinspitze befanden.

Wenige Stunden danach ereignete sich eine weitere Tragödie: Weiter westlich am Grenzgrat zwischen der Schweiz und Italien stürzten am Sonntagabend oder heute Morgen ein 50- und ein 36-jähriger deutscher Bergsteiger auf die italienische Seite in den Tod.

Der Dritte hatte Glück

Nun stellte sich heraus: Die Bergsteiger waren zuerst zu dritt unterwegs gewesen, wie Tizziano Trevisan vom Bergrettungsdienst im Aostatal auf Anfrage der Aargauer Zeitung mitteilt. Vor dem tödlichen Unfall musste der dritte Bergsteiger gestern Sonntag von einem Schweizer Helikopter ins Spital gebracht werden. Ihm sei unwohl gewesen, teilt die Kantonspolizei Wallis auf Anfrage mit – dies hat ihm ziemlich sicher das Leben gerettet.

Ein Bergführer sah die toten Bergsteiger heute Morgen vom Pollux aus beim Pass auf 3800 Metern liegen, der die beiden Berg-Zwillinge Castor und Pollux verbindet.

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